AG Med unterstützt Bundesgesundheitsminister Rösler: Keine BA/MA-Studiengänge in der Medizin
(Bonn) - Die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin (AG Med) unterstützt nachhaltig die von Bundesminister Rösler auf dem 113. Deutschen Ärztetag in Dresden eingenommene Haltung zur Übertragung des Bologna-Prozesses auf die Ausbildung von Medizinstudierenden. Rösler hatte wörtlich in der Semper-Oper erklärt: "Ich wehre mich gegen jeden Versuch, die Bachelor-Abschlüsse auf die Medizin zu übertragen".
Die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin, der alle großen Fach- und Berufsverbände der Universitätsmedizin angehören, stellt sich vorbehaltlos hinter diese Forderung. Die AG Med vertritt die Auffassung, dass im Rahmen des sechs- bis achtsemestrigen Bachelor-Studiums kein berufsqualifizierender Abschluss zum Arzt erworben werden kann. Nach den Vorgaben der Europäischen Union und der ärztlichen Approbationsordnung aus dem Jahre 2002 soll eine Arztausbildung ein sechsjähriges Universitätsstudium mit 5.500 Stunden theoretischem und praktischem Unterricht umfassen. Hinzu tritt nach Auffassung der AG Med, dass die mit dem Bologna-Prozess intendierte Vergleichbarkeit der europäischen Studienabschlüsse für die Medizin bereits seit 1993 durch die Europäische Richtlinie 93/16/EWG (ab 2007: Richtlinie 2005/36/EG) weitestgehend erfüllt ist.
Die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin wird von folgenden Institutionen getragen:
Deutscher Hochschulverband:
Präsident: Universitätsprofessor Dr. Bernhard Kempen
Bundesärztekammer:
Präsident: Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe
Marburger Bund:
Vorsitzender: Rudolf Henke
Medizinischer Fakultätentag:
Vorsitzender: Universitätsprofessor Dr. Dieter Bitter-Suermann
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften:
Präsident: Universitätsprofessor Dr. Karl Heinz Rahn
Bundesvereinigung der Landeskonferenzen ärztlicher und zahnärztlicher Leiter von Kliniken, Instituten und Abteilungen der Universitäten und Hochschulen Deutschlands:
Vorsitzender: Universitätsprofessor Dr. Christian Ohrloff
Arbeitsgruppe Hochschulmedizin im Sprecherkreis der Universitätskanzler:
Vorsitzender: Professor Ulf Pallme König
Deutsche Gesellschaft für Medizinrecht:
Rechtsanwalt Dr. iur. Albrecht Wienke
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hochschulverband (DHV)
Pressestelle
Rheinallee 18, 53173 Bonn
Telefon: (0228) 9026666, Telefax: (0228) 9026680
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