Alle Jahre wieder: Pelz im Weihnachtsgeschäft / Deutscher Tierschutzbund ruft zum Boykott auf
(Bonn) - Auch in diesem Winter werden in den Modegeschäften wieder Kleidung und Accessoires aus Echtpelz angepriesen. Dass es sich hierbei um grausamen Handel mit unermesslichem Tierleid handelt, verschweigen die Hersteller. Noch immer werden Pelztiere unter tierquälerischen Umständen gezüchtet, gehalten und qualvoll getötet – und das zu reinen Modezwecken. Eine Kennzeichnungspflicht, ein Importverbot für Hunde- und Katzenfelle und ein generelles Haltungsverbot für Pelztiere, wie es der Tierschutzbund seit Jahren fordert, wurde in Deutschland politisch noch immer nicht umgesetzt. So müssen Pelzträger neben der grausamen Tierqual auch damit rechnen, dass für das scheinbar flauschig warme Kleidungsstück bzw. Accessoire möglicherweise in China qualvoll gefangene Haustiere verarbeitet wurden. Die EU-Kommission hingegen scheint sich ihrer tierschützerischen Verantwortung bewusst zu sein. Sie verabschiedete im November eine Gesetzesinitiative mit dem Ziel, die Produktion, den Handel und den Verkauf von Hunde- und Katzenfellen in Europa verbieten zu lassen.
„Auch wenn die Pelzmodeindustrie offenbar alles tut, um die Zustände schönzureden: Es bleibt festzuhalten, dass sich an den grausamen Methoden der Jagd und Haltung von Pelztieren nichts geändert hat. Pelzmode bleibt Qualmode“, erklärt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Der Deutsche Tierschutzbund ruft deshalb mit seiner Kampagne „Pelz tötet!“ dazu auf, keine Pelze zu kaufen.
Für das Luxusprodukt Pelz müssen Millionen unschuldige Tiere ein Leben lang leiden und schließlich eines qualvollen Todes sterben. Ob Nerze, Füchse, Chinchillas oder Kaninchen, die Tiere werden weltweit allein des Profits wegen unter erbarmungslosen Bedingungen gezüchtet, gehalten und getötet. Ein Großteil der Mode wird importiert - als Mantel, Mütze oder auch Accessoire. In Deutschland existieren noch immer 28 Pelztierfarmen, in denen Nerze und Füchse allein für die Mode in Gaskammern oder durch Genickbruch getötet werden. Am 3. November hat der Bundesrat endlich eine erste Haltungsverordnung für Pelztiere verabschiedet. Wesentliche Verbesserungen für die Tiere werden aber erst nach jahrelangen Übergangsfristen in Kraft treten. „Wir brauchen ein Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland. Und wir brauchen Verbraucher, die sich nicht den falschen Versprechungen der Modeindustrie geschlagen geben. Kaufen Sie keinen Pelz“, erklärt Apel. Er ruft die Politik zum Handeln und die Verbraucher zum Kaufboykott auf.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Pressestelle
Baumschulallee 15, 53115 Bonn
Telefon: (0228) 604960, Telefax: (0228) 6049640
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