Anpassen, aktualisieren, modernisieren / Novellierung des Berufsbilds der Reiseverkehrskaufleute
(Berlin) - "Mit der angestrebten Novellierung des Berufsbildes der Reiseverkehrskaufleute stellen wir den Beruf auf eine breite Basis und machen ihn nicht spezieller", stellt Hans Doldi, Vizepräsident und Vorsitzender des Ausschusses Berufs- und -fortbildung des Deutschen ReiseVerbands (DRV) klar. Vor über zehn Jahren wurde das Berufsbild der Reiseverkehrskauffrau/ des Reiseverkehrskaufmanns zum letzen Mal geändert. Sowohl Ausbildungsrahmenplan als auch Rahmenlehrplan entsprechen daher nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Branche. "Dadurch ist eine Modernisierung des Berufsbildes notwendig geworden", erläutert Hans Doldi.
"Die Ausbildung muss den veränderten Marktgegebenheiten angepasst werden, um bei den Reiseunternehmen Anreize zur Ausbildung zu schaffen", so Doldi. Die Struktur der Ausbildungsbetriebe hat sich wesentlich geändert: viele Nischenveranstalter sind hinzugekommen und die Anzahl selbstveranstaltender Reisebüros nimmt stetig zu. Branchenexperten sind der Meinung, dass die Bereiche Reisevermittlung, Reiseveranstaltung und Geschäftsreisen in der Ausbildungsverordnung nicht ausreichend abgebildet sind und die Auszubildenden dadurch nur unzureichend auf die Praxis vorbereitet werden.
Der DRV setzt sich für ein modernes und attraktives Berufsbild ein, in dem umfangreiches Basiswissen in den genannten Bereichen vermittelt wird. Zudem sollen Auszubildende in den Tätigkeiten ihres Ausbildungsbetriebs intensiv gefördert werden. Denkbar wäre eine Einteilung der Auszubildenden nach dem Schwerpunkt des Ausbildungsbetriebs, beispielsweise im dritten Lehrjahr. Diese Einteilung würde in enger Absprache mit den Ausbildungsbetrieben in den Bereichen Reisevermittlung, Reiseveranstaltung und Geschäftsreisen erfolgen. So lernen Auszubildende viele Tätigkeitsfelder der Reisebranche kennen. Sie werden darüber hinaus in ihrer Tätigkeit auch im Ausbildungsbetrieb unterstützt. Zudem wird mit der breiten Basisausbildung des dann neuen Berufsbildes Reiseverkehrskaufmann/ -kauffrau eine ausreichende Klassengröße in der Nähe des Ausbildungsbetriebes erreicht.
Wie die Novellierung im Detail aussehen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Zurzeit führt der Deutsche ReiseVerband (DRV) mit Ausbildungsbetrieben, Institutionen und Gremien Gespräche, um zunächst alle Experten zu Wort kommen zu lassen. "Konstruktive Stellungnahmen und Meinungen aus der Branche sind für unser Vorhaben jederzeit von großer Bedeutung", betont Hans Doldi. "Aus diesem Grund haben wir die DRV-Arbeitsgruppe "Berufsbild" ins Leben gerufen, in der die für Ausbildungsfragen zuständigen Vertreter von Institutionen und Unternehmen ihre Fachkenntnisse einbringen.
Ziel ist es, im April 2009 die Eckdaten für das Neuordnungsverfahren im Antragsgespräch beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zu vereinbaren. Nach einem erfolgreichen Antragsgespräch wird eine Sachverständigengruppe vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) gegründet, um im Ordnungsverfahren die Inhalte fachlich zu erarbeiten. Erst in diesem Gremium werden die konkreten Inhalte und Strukturen für das aktualisierte Berufsbild der Reiseverkehrskaufleute festgelegt.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV)
Sibylle Zeuch, Pressesprecherin
Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30
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