"Apotheken droht Finanzchaos durch Streit von Herstellern und Kassen" / DAV-Vorsitzender Becker fordert schnelle Klärung der Differenzen
(Berlin) - Zu den bekannt gewordenen Forderungen der Krankenkassen an Pharmahersteller in Höhe von rund 250 Millionen Euro fordert der Deutsche Apothekerverband (DAV) eine schnelle Klärung und die Unterstützung durch Politik und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG). Fritz Becker, Vorsitzender des DAV, erklärt: "Sollten die Kassen ihre Drohung wahr machen, dann droht den Apotheken und ihren Rechenzentren ein Finanzchaos ersten Grades." Die anscheinend immer noch katastrophale Zahlungsmoral der betroffenen Pharmahersteller ist nach Ansicht Beckers eine wachsende Belastung für die Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten und die deutschen Apotheken.
Zahlreiche Pharmahersteller verweigern laut GKV-Spitzenverband für zurückliegende Zeiträume die gesetzlich verankerte Zahlung von Herstellerrabatten, die über die Apotheken an die Gesetzlichen Krankenkassen geleistet werden müssen. Bereits in der Vergangenheit hatte das Problem zu Auseinandersetzungen geführt. Doch die nun veröffentlichten Forderungen führen zu einer dramatischen Überforderung der Rechenzentren und der Apotheken führen. Becker: "Wir fordern die Hersteller erneut auf, sofort die geforderten Zahlungen zu leisten. Das Tricksen muss ein Ende haben."
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA)
Thomas Bellartz, Leitung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 49-50, 10117 Berlin
Telefon: (030) 40004-0, Telefax: (030) 40004-598
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