"Arbeitgeber provozieren weitere Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst" / Verhandlungen über Gesundheitstarifvertrag gescheitert
(Berlin/Frankfurt am Main) - Mit ihrer Blockadepolitik und Hinhaltepolitik provozieren die Arbeitgeber weitere Streiks im Sozial- und Erziehungsdienst", erklärte Ilse Schaad, Verhandlungsführerin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Mittwoch (27. Mai 2009) nach dem Scheitern der Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über einen Gesundheitsschutz-Tarifvertrag für die Beschäftigten. "Die Arbeitgeber wollen einen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien reibungslosen Ablauf in den Kitas und deren Wettbewerbsfähigkeit stärken. Die Gesundheit der Erzieherinnen ist ihnen herzlich egal. Die Vorschläge der Arbeitgeber fallen zum Teil hinter die gesetzlichen Regelungen zurück. Sie hängen in den Geschäftsstellen demnächst Plakate mit dem Slogan auf: `Esst mehr Obst, das ist gesund´. Damit hätten sie ihren Beitrag zum Arbeits- und Gesundheitsschutz geleistet und den Beschäftigten die Verantwortung für ihre Gesundheit zugeschoben."
Noch bevor die Gewerkschaften auf das Angebot der Arbeitgeber reagiert haben, hatten diese in einer Presseerklärung behauptet, sie hätten alle Forderungen der Gewerkschaften aufgegriffen und damit den Anlass für die Streiks beseitigt. "Dieser Vorgang ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Wer das Klima dermaßen vergiftet, darf sich nicht wundern, wenn die Auseinandersetzungen härter werden", betonte Schaad.
Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Ulf Roedde, Pressesprecher
Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 78973-0, Telefax: (069) 78973-201
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