Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt: Schlag ins Gesicht der Beitragszahler
(Berlin) - Zu dem Ergebnis der Honorarverhandlungen für die niedergelassenen Ärzte erklärt Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt:
Die gegen den Willen der Krankenkassen durchgesetzte Anhebung des Honorarvolumens für die niedergelassenen Ärzte ist ein Schlag ins Gesicht der Beitragszahler.
Diesen viel zu hohen Abschluss, der im nächsten Jahr die Honorarsumme um 2,5 Mrd. Euro steigen lässt, hat vor allem die Politik zu verantworten. Die fahrlässigen Zusagen aus der Koalition an die niedergelassenen Ärzte haben die Verhandlungsposition der Krankenkassen und ihres neuen Spitzenverbandes entscheidend geschwächt. Damit war ein besserer Abschluss für die Versicherten und Beitragszahler kaum möglich.
Die Bundesregierung muss jetzt die Antwort geben, wie der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung trotzdem stabil gehalten werden kann. Der einheitliche Beitragssatz, den die Bundesregierung bis zum 1. November vorzugeben hat, muss im nächsten Jahr unter allen Umständen auf einen Wert unter 15 Prozent begrenzt werden. Ein weiterer Beitragssatzanstieg über das aktuelle Rekordniveau von 14,92 Prozent hinaus ist weder gesundheitspolitisch erforderlich noch konjunkturell zu verantworten.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)
Dr. Heinz Schmitz, Leiter, Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
Breite Str. 29, 10178 Berlin
Telefon: (030) 20330, Telefax: (030) 20331055
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