Arzneimittel-Positiv-Liste bleibt dringend notwendig
(Berlin) - Die Bundesregierung scheut anscheinend eine Arzneimittel-Positiv-Liste wie der Teufel das Weihwasser. Dabei wäre sie ganz sicher wirkungsvoller als das erst kürzlich verabschiedete Gesetz zur Wirtschaftlichkeit bei Arzneimittelverordnungen (AVWG). Das erklärte der Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, Dr. Bernd Niederland, am Dienstag (20. Juni 2006) in Berlin zum Arzneimittel-Report der Gmünder Ersatzkasse.
Die Große Koalition überlegt noch, wie den Versicherten und Patienten neue Belastungen am besten schmackhaft gemacht werden könnten. Dabei zeigt der Arzneimittel-Report auf, dass allein durch den Verzicht auf teure Medikamente ohne Zusatznutzen drei Milliarden Euro eingespart werden könnten, betonte Niederland.
Dass das Verordnungsverhalten der Ärzte und das Nachfrageverhalten der Patienten wichtige Einflussfaktoren seien, könne jeder nachvollziehen. Hier lägen wichtige Reserven, so Niederland. Deshalb muss man aber noch lange nicht auf ein auch bei europäischen Nachbarn wichtiges Steuerinstrument einer Arzneimittel-Positiv-Liste verzichten.
Gleichzeitig unterstütze die Volkssolidarität den im Zusammenhang mit dem Arzneimittelreport vom Bundesgesundheitsministerium geäußerten Vorschlag für eine Liste, in der für ältere Menschen ungeeignete Medikamente aufgeführt werden. Die Forderung, bei der Auswahl der Medikamente die Besonderheiten des älteren Menschen bei Stoffwechsel und Konstitution besser zu beachten, ist berechtigt. Gerade bei hochaltrigen Patienten ist dies besonders wichtig. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Ungereimtheiten zu Lasten der Patienten auch durch ungenügende Abstimmungen in den Übergängen von ambulanter und stationärer Behandlung entstehen.
Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Tilo Gräser, PR-Referent
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