ASU-Präsident Adenauer zu den Kündigungsschutzplänen der Bundesregierung: Reformpläne zum Kündigungsschutz sind kontraproduktiv befristete Arbeitsverträge beibehalten"
(Berlin) - Die Reformpläne der Bundesregierung zum Kündigungsschutz sind kontraproduktiv und gehen an der betrieblichen Realität vorbei. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Umfrage unter knapp 300 ASU-Unternehmern.
Über 60 Prozent der befragten Unternehmer halten es für falsch, zugunsten einer zweijährigen Wartezeit künftig auf befristete Arbeitsverhältnisse verzichten zu müssen.
Befristete Arbeitverhältnisse werden in letzter Zeit immer wichtiger für die Beschäftigung in Deutschland: so gaben 65 Prozent der Unternehmer an, häufiger als früher befristete Arbeitsverträge zu nutzen, um neue Stellen zu schaffen.
"Auf dieses Potential darf die Bundesregierung nicht verzichten", so ASU-Präsident Dr. Patrick Adenauer. "Wir brauchen also beides: befristete Arbeitsverhältnisse und einen flexibleren Kündigungsschutz. Dabei darf sich der Gesetzgeber nicht scheuen, auch heiße Eisen wie die Sozialauswahl oder den Sonderkündigungsschutz anzufassen. Nur mit durchgreifenden Reformen können Einstellungsbarrieren eingerissen werden.
Die Umfrageergebnisse:
Frage 1: Nutzen Sie heute häufiger als früher befristete Arbeitsverträge zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in Ihrem Unternehmen?
Antwortmethode: ja / nein
ja = 64.5 Prozent (160) / nein = 34.3 Prozent (85)
Frage 2: Die Große Koalition plant eine zweijährige Probezeit. Dafür sollen sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen nicht mehr möglich sein. Halten Sie dies für richtig?
Antwortmethode: ja / nein
ja = 36.3 Prozent (90) / nein = 62.9 Prozent (156)
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e.V. (ASU)
Barbara Vogt, Leitung, Presse und PR
Reichsstr. 17, 14052 Berlin
Telefon: (030) 30065340, Telefax: (030) 30065500
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