Pressemitteilung | Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU)
Anzeige

Auswertung der Wahlprüfsteine der Wirtschaft: Viel Zustimmung - Widersprüche – Unkonkretes

(Schwerin) - Die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VUMV) hat die von den Landtagskandidaten zurückgesandten und ausgefüllten Wahlprüfsteine ausgewertet. Diese Auswertung wurde im Auftrag der 28 Mitgliedsverbänden der VUMV erstellt und dient zur Weiterreichung an die Unternehmen im Land. Die Rückmeldungen beinhalten viel Zustimmung, aber auch Widersprüche und Unkonkretes.

Wie VUMV-Präsident Klaus Hering am heutigen Dienstag (12.09.2006) in Schwerin erläuterte, haben nur 32 der rund 200 angeschriebenen Kandidaten geantwortet, laut Hering ein beschämendes Zeichen. „Da befragen Wähler und Unternehmer die Kandidaten und diese hüllen sich in Schweigen“. Gar nicht geantwortet haben Kandidaten von AB, AGFA, APD, Familienpartei, NPD und WASG.

Erfreulich ist, dass es über viele Parteigrenzen hinweg Zustimmung für die Unternehmersicht zu 15 verschiedenen Fragen gibt. Auch die Zustimmung von Kandidaten kleinerer Parteien verdeutlicht, dass die Themen und die Sicht der Wirtschaft eine breite Verankerung in der Gesellschaft haben und als vernünftig angesehen werden. Ab jetzt..., Bündnis für M-V, Offensive D, PBC sowie der Einzelkandidat Künger aus Sanitz brachten es auf 100 % zustimmende Antworten.

Auch die FDP- und CDU-Kandidaten erfüllten die Wirtschaftsprüfung vollends. Bei der Antwort des CDU-Landesvorsitzenden lässt die Aussage zur Berufsschulstruktur eine andere Auffassung erkennen. Auch die SPD-Antworten lassen ein hohes Maß an Zustimmung erkennen, alleine die Ablehnung weiterer Kostenbelastungen für die Unternehmen wird nicht geteilt.

„Wir haben absichtlich darauf abgezielt, Ja- oder Nein-Antworten zu bekommen, um nicht mit Worthülsen und Ausflüchten bedacht zu werden. Daran haben sich leider nicht alle Kandidaten konsequent gehalten.“

Bemerkenswert die Antworten einer SPD-Spitzenkandidatin, die kurz und knapp mitteilt, dass sie die Antwort des SPD-Landesverbandes teilt, und einer Kandidatin von Bündnis 90 / Die Grünen, die keine Antworten geben, sondern lieber nach der Wahl an die Arbeit gehen will. Ansonsten waren selbst die überdurchschnittlich vielen Rückmeldungen der Kandidaten von Bündnis 90 / Die Grünen bei weitem nicht so wirtschaftskritisch wie diejenigen der Linkspartei.PDS.

Bei den drei Rückmeldungen der Linkspartei.PDS war festzustellen, dass in nur zwei Punkten eine einheitliche Antwort gegeben wurde und gleich sechsmal von einem Kandidaten „Ja“ und einem anderen „Nein“ angekreuzt wurden. Eine Parteilinie lässt sich dabei nicht erkennen. Von dort kam auch diejenige Rückmeldung, die von allen 32 am meisten „Nein-Kreuze“ zu verzeichnen hatte.

Hering bedankt sich bei den Kandidaten, die der Wirtschaft eine Antwort geben wollten und konnten: „Wir hoffen, mit unseren Wahlprüfsteinen auch noch einmal die Themen bekannt gemacht zu haben, die der Wirtschaft wichtig sind.“

„Die Antworten haben im Großen und Ganzen unsere Auswertung der Wahlprogramme bestätigt: FDP und CDU ganz vorne, die SPD knapp dahinter. Bündnis 90 / Die Grünen wirtschaftsnäher als die Linkspartei.PDS.“

„Wir hoffen, dass sich die Wähler stärker an der Wahl beteiligen als die Kandidaten an der Befragung durch interessierte Wähler“, so Hering abschließend.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. Marcus Kremers, Pressesprecher Eckdrift 93, 19061 Schwerin Telefon: (0385) 6356100, Telefax: (0385) 6356151

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige