Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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Autoindustrie stellt sich konsequent auf den Wandel ein / Gleiche Reformgeschwindig-keit von Politik und Wirtschaft gefordert / Gottschalk: Verteidigung des Standortes ist „Mammut-Aufgabe“

(Frankfurt am Main) - „Die Herausforderungen, vor denen die Automobilindustrie heute steht, sind nicht nur größer als in früheren Jahren, sie sind auch komplexer“, sagte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), vor 600 hochrangigen Vertretern der Automobilhersteller und Zulieferer auf dem „17. Automobil-Forum“ in Stuttgart.

„Die Verteidigung des Standortes, die neuen Einkaufs- und Produktionsnetzwerke mit ihrer regionalen Verteilung sowie die Rahmenbedingungen für die Modernisierung sind eine Mammut-Aufgabe“, so Prof. Gottschalk weiter. Der Wettbewerb der Standorte spiele sich eben nicht mehr nur zwischen Deutschland und Osteuropa ab; China und Indien zögen immer stärker Investitionen an. Prof. Gottschalk: „Jede Überheblichkeit oder Missachtung der Bestrebungen der neuen Märkte kann zur Gefährdung unserer eigenen Position führen.“ Fatalismus sei aber nicht angebracht. „Wir haben es in der Hand, den aktuellen Trend umzukehren. Einen naturgegebenen Automatismus gibt es weder für die Verlagerungsdynamik noch für den Abbau von Arbeitsplätzen bei uns“, betonte der VDA-Präsident.

Allerdings gebe es eine bisher in diesem Umfang nicht gekannte Überprüfung von Einkaufs- und Beschaffungsprozessen nach den Maßstäben globaler Wettbewerbsfähigkeit. „Globalisierung heißt auch, dass längst nicht mehr jedes Auto einer deutschen Marke, das im Inland zugelassen wird, auch aus inländischer Produktion stammen muss. Je weniger der Kunde die Identifizierung mit dem Standort zum Kaufkriterium macht, desto weniger kann man ihm nicht-wettbewerbsfähige Standortbedingungen in Rechnung stellen“, unterstrich Prof. Gottschalk.


Die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie stellten sich konsequent auf diesen Wandel ein. Dazu gehöre die Verteidigung des Premiumsegments. Jedes zweite in Deutschland gefertigte Auto sei ein Premiumfahrzeug; vor zehn Jahren war es erst gut ein Drittel. „Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Kosten steht natürlich auf der Agenda“, so Prof. Gottschalk. Es wäre aber falsch, dies ausschließlich unter Beschäftigungsaspekten zu sehen: „Da sollte man einen kühlen Kopf bewahren. Je konsequenter man sich verbessert, je eher gelingt der Wiederanstieg“, sagte der VDA-Präsident. Allerdings dürften Politik, Gewerkschaften und Wirtschaft nicht mit unterschiedlicher Geschwindigkeit reformieren. So gelte es in der Tarifpolitik jetzt die Differenzierung, für die ein hoher Preis gezahlt worden sei, zu nutzen. „Wir haben unsere Unternehmen ausdrücklich ermuntert, im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit hiervon Gebrauch zu machen“, betonte Prof. Gottschalk.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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