Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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Automobilindustrie erstellt der Bundesregierung Lastenheft zur EU-Ratspräsidentschaft: Lissabon-Prozess neu beleben / Regenerative Kraftstoffe forcieren

(Frankfurt) - „Die deutsche Ratspräsidentschaft bietet die Chance, aus einem ‚Europa der Bürokratie’ wieder ein ‚Europa der Wettbewerbsfähigkeit’ zu machen“, betonte Prof. Dr. Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), kurz vor dem Start der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands am 1. Januar 2007. Die kommenden sechs Monate sollten genutzt werden, um dem Lissabon-Prozess wieder die Dynamik zu verleihen, die Europa braucht, um international wettbewerbsfähiger zu werden. „Die Globalisierung und unsere Wettbewerber warten nicht auf uns. Europa muss zügig einige Gänge höher schalten und eine weltweit führende Rolle übernehmen. Das geht nur über die systematische Stärkung seiner Schlüsselindustrien“; so der VDA-Präsident.

Prof. Gottschalk verwies darauf, dass in der EU 12 Mio. Arbeitsplätze am Auto hängen, das sind 43 Prozent aller Jobs im Produzierenden Gewerbe. Europa ist im Wettbewerb der Weltmärkte der größte Fahrzeugproduzent. „Die Automobilindustrie ist Hauptquelle für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in Europa. Deshalb erwarten wir von der EU, dass sich ihre Expertengruppe CARS 21 konsequent für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie einsetzt“, ergänzte Prof. Gottschalk.

Darüber hinaus forderte Prof. Gottschalk die Bundesregierung auf, die Stärkung der Biokraftstoffe im europäischen Kraftstoffmarkt zu forcieren, um die Abhängigkeit der Europäischen Union von fossilen Kraftstoffen systematisch zu verringern. „Wir brauchen jetzt eine Initiative für die Schaffung einer Infrastruktur für regenerative Kraftstoffe in Europa“, forderte der VDA-Präsident. „Jeder Schritt, den sich Europa weg vom Öl hin zu Biokraftstoffen – besonders der 2. Generation – bewegt, macht die europäische Wirtschaft weniger angreifbar für Ölpreisschwankungen und künstliche Verknappungen. Das schafft mehr Versorgungssicherheit und dient nicht zuletzt dem Klimaschutz“, betonte Prof. Gottschalk.

Dies passe auch zur Absicht der Bundesregierung, den Klimaschutz als ein wichtiges Anliegen ihrer Ratspräsidentschaft zu verfolgen. Prof. Gottschalk: „Kein anderes Land kann dieses Ziel glaubwürdiger vertreten als Deutschland, denn mit unseren CO2-Einsparungen liegen wir in Europa unangefochten an der Spitze. Der Straßenverkehr hat dazu einen großen Anteil geleistet.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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