Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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Automobilindustrie sieht erhebliches Potenzial zur Gewichtseinsparung / FAT verstärkt Offensive zum Klimaschutz durch Leichtbau

(Frankfurt am Main) - „Mit konsequentem Leichtbau lassen sich im Automobilbau Gewichtseinsparungen gegenüber herkömmlichen Bauweisen von über 50 Prozent erreichen, etwa durch den Einsatz von faserverstärkten Hochleistungskunststoffen. „Wird damit das Fahrzeuggewicht um 100 kg verringert, sinkt der Kraftstoffverbrauch um 0,3 l/100 km“, betonte Dr. Thomas Schlick, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Die Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT) im VDA hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen von Neufahrzeugen zu leisten und verstärkt daher ihre FuE-Aktivitäten im Innovationsfeld „Leichtbau“. Damit ergänzt der VDA die Klimaschutzmaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), das in seiner High-Tech-Strategie im Dialogforum `Mobilität und Verkehr´ verschiedene Innovationsallianzen gebildet hat. In der FAT sind über 50 deutscher Hersteller und Zulieferer organisiert. Die FAT hat die Aufgabe, vorwettbewerblich gemeinschaftliche Forschung für Straßenfahrzeuge zu betreiben. Dabei arbeiten Hersteller, Zulieferer und Wissenschaft eng zusammen, um Grundlagen für neue Produkte zu schaffen.

Bereits heute erarbeitet die FAT neue Leichtbaukonzepte durch die anwendungsorientierte Forschung zusammen mit Materialherstellern, Forschungsinstituten und Zulieferern und bietet damit eine ideale Plattform, um die Verbindung von Automobilindustrie und Wissenschaft zu intensivieren. FAT-Vorstand und Forschungsbeirat haben zur Intensivierung des Innovationsfeldes Leichtbau nun beschlossen, die bereits laufenden Anstrengungen weiter zu verstärken. Acht neue Leitprojekte wurden bereits auf den Weg gebracht.

Forschungsschwerpunkte sind beispielsweise Leichtbaustrukturkonzepte in Mischbauweise. Dabei werden Leichtbaustrukturen aus Metall, Kunststoff und kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen untersucht, die erhebliche Gewichtsreduzierungen ermöglichen. Im Fahrwerk eignen sich Leichtmetalle – wie Aluminium und Magnesium – für viele Bauteilgruppen. Die FAT-Mitgliedsfirmen entwickeln unter dem Begriff „Multi-Material-Design“ neue mechanische Eigenschaften, z. B. bei Mehrlenkerachsen. Prognosefähige Simulationsmethoden für die Konzeptauslegung und die Werkstoffcharakterisierung stehen ebenfalls im Zentrum der neuen Leichtbauoffensive. Dr. Schlick unterstrich: „Mit neuen und innovativen Materialien und Verfahren kann das Fahrzeuggewicht spürbar verringert werden. Das wirkt sich unmittelbar auf den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen aus.“

In den FAT-Leitprojekten werden Nachhaltigkeit und Recycling sowie höhere Ressourceneffizienz konsequent beachtet, um individuelle Mobilität noch ökonomischer und ökologisch verträglicher zu gestalten. Die Fortschritte und Perspektiven im automobilen Leichtbau werden auf einer für Herbst 2008 geplanten FAT-Fachkonferenz „CO2-Reduzierung durch Leichtbau“ dargestellt.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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