Pressemitteilung | Deutscher Reiseverband e.V. (DRV)
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Bahn diskriminiert Reisebüros weiterhin / Doldi: "Leistung muss vergütet werden, wo sie erbracht wird"

(Berlin) - Das kann nicht sein: Die Deutsche Bahn hält weiter an ihrer Praxis fest, dass Reisebüros für den Verkauf der Dauer-Spezial-Fahrkarten von den Kunden einen Aufpreis von fünf Euro je Strecke verlangen müssen. "Damit erzwingt sie weiterhin einen Preisvorteil für den Automaten- und Internetvertrieb und diskriminiert somit die Reisebüros", kritisiert der Vorsitzende des Bahn-Ausschusses im Deutschen ReiseVerband (DRV), Hans Doldi. "Obwohl ja im Reisebüro die Leistung für diesen `personenbedienten´ Aufschlag - das heißt die individuelle Beratung, die kundenspezifische Buchung und der persönliche Verkauf durch das Fachpersonal - erbracht wird, bekommen die DB-Agenturen dafür keine angemessene Vergütung", argumentiert DRV-Vorstandsmitglied Doldi als Vertreter der mittelständischen Reisebüros. Erschwerend komme hinzu, dass die Kunden über den Verbleib der ihnen abverlangten Zusatzkosten getäuscht würden. "Den Kunden wird in der Bahn-Werbung suggeriert, dass das Reisebüro diesen Zuschlag erhält", bemängelt der DRV-Ausschussvorsitzende weiter.

Weiterhin wird der Zuschlag für das Dauer-Spezial-Ticket - zum Beispiel zehn Euro für eine Hin- und Rückfahrt - dem Reisebüro nur äußerst gering vergütet, so dass der größte Teil dieses Aufschlags an die Bahn fließt. "Die Bahn kassiert diesen Zuschlag also fast komplett, erbringt aber überhaupt keinen Gegenwert", beanstandet Doldi. Wie jetzt angekündigt, wird die Bahn das Dauer-Spezial-Angebot zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2009 um ein weiteres Jahr verlängern. "Dabei ist sie der Forderung des Vertriebs aber nicht nachgekommen, für eine faire und leistungsgerechte Entlohnung der Reisebüros zu sorgen. Diese Chance hätten sie bei der Bekanntgabe der neuen Preisstruktur gehabt", bemängelt Doldi, der als Ausschussvorsitzender diesen Anspruch in den Gesprächen mit der Bahn mehrfach angemahnt hatte, denn schließlich würden die DB-Agenturen auch erheblich zum erfolgreichen Geschäft der Bahn beitragen.

"Die Reisebüros erbringen die Leistung und schaffen durch ihre individuelle Beratung einen Mehrwert für Bahn-Kunden. Diese persönliche Beratungsleistung sollte dann aber auch angemessen von der Bahn dort, wo sie geleistet wird, vergütet werden", dringt Doldi auf Nachbesserung. Der Bahnausschuss des Deutschen ReiseVerbands fordert deshalb die Bahn auf, entweder den Reisebüros die fünf Euro komplett gutzuschreiben oder diesen Betrag zu streichen, um somit für einen fairen Wettbewerb der Vertriebswege zu sorgen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV) Sibylle Zeuch, Pressesprecherin Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30

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