Bankenfachverband: Kreditbanken steigern Neugeschäft trotz schwacher Konjunktur
(Berlin) - Die im Bankenfachverband zusammengeschlossenen Kreditbanken sind mit wachsendem Neugeschäft in das Jahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal stieg das konsolidierte Neugeschäft an Konsum- und Investitionskrediten um 3,9 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich die Kfz-Kreditfinanzierungen, die um 6,4 Prozent auf 8,0 Milliarden Euro zulegten.
„Die Q1-Zahlen zeigen, dass die Nachfrage nach Finanzierung derzeit stabiler ist als das wirtschaftliche Umfeld. Besonders wichtig ist: Das Wachstum hat sich in mehreren Geschäftsfeldern gegenüber 2025 beschleunigt. Das ist bemerkenswert in einem Umfeld, in dem für die deutsche Wirtschaft 2026 nur minimales Wachstum erwartet wird“, sagt Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes.
Tatsächlich gewann das Finanzierungsgeschäft zum Jahresauftakt in mehreren Bereichen an Tempo. In der Konsumfinanzierung fiel das Wachstum stärker aus als im Gesamtjahr 2025. Auch die Investitionsfinanzierung legte zu und entwickelte sich damit ebenfalls dynamischer als im Vorjahr. Die Kreditbanken konnten ihre Position damit in einem wirtschaftlichen Umfeld ausbauen, das weiterhin nur wenig Rückenwind bietet.
Besonders robust zeigte sich das Kfz-Geschäft. Private Kfz-Finanzierungen entwickelten sich im ersten Quartal spürbar stärker als der Konsumbereich insgesamt. Auch bei den gewerblichen Kfz-Finanzierungen setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Dazu beigetragen haben neben attraktiven Finanzierungsbedingungen auch Impulse aus dem Markt für Elektro-Pkw, der durch ein breiteres Modellangebot, die staatliche Förderung und höhere Kraftstoffpreise an zusätzlichen Schwung gewann.
Damit spiegeln sich in der Kfz-Finanzierung die Trends aus dem Gesamtmarkt wider. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden von Januar bis März 2026 rund 41,3 Prozent mehr Elektro-Pkw und 10,4 Prozent mehr Hybrid-Pkw neu zugelassen, während die Neuzulassungen von Benzin- und Diesel-Pkw zurückgingen.
Die Quartalszahlen fallen in ein Umfeld, das weiter von geringer konjunktureller Dynamik geprägt ist. Für 2026 gehen die aktuellen Prognosen von einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,5 bis 0,6 Prozent aus. Vor diesem Hintergrund deutet das erste Quartal darauf hin, dass sich die Finanzierungsnachfrage in zentralen Segmenten robuster entwickelt als das gesamtwirtschaftliche Umfeld.
Quelle und Kontaktadresse:
Bankenfachverband e.V. (BFACH), Daniel Knellesen, Leiter(in) Public Relations, Lennéstr. 3, 10785 Berlin, Telefon: 030 2462596-0
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