Pressemitteilung | Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA)
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BDA: 2006 wird Testlauf für die KMK

(Berlin) - Mit der Föderalismusreform und der damit verbundenen Stärkung der Länderkompetenzen in der Bildung wird 2006 zum wichtigen Testlauf für die Kultusministerkonferenz. Ab sofort müssen die Länder zeigen, dass sie ihrer gewachsenen gesamtstaatlichen Verantwortung auch gerecht werden. Die deutschen Arbeitgeber setzen großes Vertrauen in die KMK, eine ergebnisorientierte und effektive Kooperation der Länder zu bewerkstelligen. Kein Land darf sich bildungspolitisch einigeln und unbeachtet lassen, was sich jenseits der Landesgrenzen abspielt, erklärte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände anlässlich der Sitzung der Kultusministerkonferenz heute in Berlin.

Die Nationalen Bildungsstandards für die Schule dürfen nicht vernachlässigt oder "ad acta" gelegt werden, sondern müssen bundesweit konsequent umgesetzt, überprüft und weiter verbessert werden. Es ist genuine Aufgabe der Länder, die Verwirklichung der Bildungsstandards voranzutreiben und die Schulen dabei zu unterstützen. Ohne dieses Mindestmaß an Qualitätssicherung kann Föderalismus nicht erfolgreich sein: Mobilität ist für Unternehmen und ihre Mitarbeiter gleichermaßen wichtig. Deshalb muss durch bundesweit realisierte, gleich hohe Qualitätsmaßstäbe gesichert sein, dass Familien den Umzug in ein anderes Bundesland nicht aus Gründen der Schulsystematik und Schulqualität scheuen, forderte die BDA.

Als gemeinsame Aufgabe der Kultus- und Wissenschaftsminister wird nach der Föderalismusreform die Schaffung von mehr Transparenz und Durchlässigkeit im gesamten Bildungssystem immer wichtiger. Deshalb ist es notwendig, den Hochschulzugang weiter zu öffnen und bundesweit einheitlich zu regeln. Auch qualifizierte Bewerber aus der beruflichen Praxis müssen uneingeschränkten Zugang zu den Auswahlverfahren der Hochschulen erhalten.

Wir brauchen einen Effizienz und Qualität steigernden Wettbewerb, der nicht mit einer Neuauflage von "Kleinstaaterei" in Deutschland verwechselt werden darf. Die Kultus- und Wissenschaftsminister der Länder haben hier große Chancen, aber auch große Verantwortung. Die BDA setzt auf ihren gemeinsamen Willen und die Fähigkeit zur Kooperation bei der Sicherung von Qualität und Mobilität in der Bildung.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V. (BDA) Pressestelle Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20330, Telefax: (030) 20331055

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