Pressemitteilung | Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB)
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BDB begrüsst den Verzicht auf Propylen-Pipeline in NRW / Tankschifffahrt stellt Propylenversorgung für Chemie sicher

(Duisburg) - Die für den Transport von Propylen bestimmte Pipeline, die das nördliche Ruhrgebiet mit den Überseehäfen Antwerpen und Rotterdam verbinden sollte, wird aller Voraussicht nach nicht realisiert. Die European Pipeline Development Company BV (EPDC) – ein niederländisches Unternehmen, dessen Anteile von acht großen Chemieunternehmen in Nordwesteuropa gehalten werden – hat Anfang der Woche den Medien mitgeteilt, dass das bereits seit mehreren Jahren in der Planung befindliche Projekt wegen steigender Stahl- und Finanzierungskosten unwirtschaftlich geworden sei.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB) begrüßt diese Entwicklung. Bereits mehrfach hat der Verband darauf hingewiesen, dass es keiner 500 Kilometer langen Pipeline bedarf, um auch zukünftig die Versorgung der Chemiestandorte mit dem Rohstoff Propylen sicherzustellen. „Bereits heute wird über eine Mio. Tonnen Propylen sicher und umweltfreundlich mit dem Binnenschiff und der Eisenbahn transportiert. Versorgungsengpässe für die Chemiestandorte in NRW gibt es nicht und wird es – selbst bei enorm steigender Nachfrage nach diesem Produkt – auch zukünftig nicht geben. Entgegen der jahrelangen Behauptung der Landesregierung sind in der Binnentankschifffahrt noch reichlich Leistungsreserven vorhanden, um der Verantwortung in der Rohstoffversorgung gerecht zu werden“, erklärt BDB-Präsident Dr. Gunther Jaegers. Auch für die Zukunft stehen Investitionsmittel bereit, um weitere Transportkapazitäten ohne den Einsatz von Steuermitteln zu finanzieren. Die Landesregierung in Düsseldorf brauche sich um den Erhalt der Arbeitsplätze keine Sorgen zu machen, da die Chemiestandorte durch diese Entwicklung in keiner Weise gefährdet sind.

Den Verzicht auf den Bau der Pipeline hält der BDB darüber hinaus auch unter fiskalischen Gesichtspunkten für geboten. Über 23 Mio. Euro an Steuergeldern hatte das Land NRW allein im Jahr 2004 als Beihilfe für Projekt-Teilstück Niederlande-Oberhausen reserviert. Der BDB hatte gegenüber der Landesregierung bereits im August 2005 angemerkt, dass solche Beträge in Zeiten leerer Haushaltskassen besser in Projekte investiert werden sollten, deren Notwendigkeit eindeutig dokumentiert ist.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB) Pressestelle Dammstr. 15-17, 47119 Duisburg Telefon: (0203) 80006-50, Telefax: (0203) 80006-21

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