BDI fordert Kurswechsel im Gesundheitssystem / Unterstützung für Bundesminister Rösler bei der Entkopplung von Lohn- und Gesundheitskosten / Klare Regeln für eine innovative Gesundheitswirtschaft / 3,3 Prozent jährliche Wachstumserwartung für die Gesundheitswirtschaft
(Berlin) - "Der BDI fordert einen Kurswechsel im Gesundheitssystem. Deshalb unterstützen wir das Vorhaben von Bundesminister Rösler, die Gesundheitskosten von den Lohnkosten zu entkoppeln." Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf am Dienstag (23. März 2010) auf einer BDI-Veranstaltung mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler in Berlin.
Die Gesundheitswirtschaft trage etwa 12 Prozent zum BIP bei und stehe für rund 4,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland. "Das zu erwartende Wachstum der Branche von etwa 3,3 Prozent jährlich liegt deutlich über dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum. Diese Branche bietet enorme Chancen für Wertschöpfung und Jobs", betonte Schnappauf.
"Die erforderliche Dynamik werden wir aber nur dann gewinnen, wenn wir die Märkte entbürokratisieren und deregulieren. An die Stelle von rechtlich-administrativen Restriktionen und Eingriffen in die Preise muss endlich mehr Wettbewerb treten", so Schnappauf.
BDI-Präsidiumsmitglied Andreas Barner erläuterte die zentralen Bausteine eines BDI-Innovationskonzepts mit konkreten Reformvorschlägen: "Der in Euro festgelegte, für alle Versicherten einer Krankenkasse gleiche Beitrag ermöglicht Wachstum in der Gesundheitswirtschaft, ohne über steigende Lohnzusatzkosten die Beschäftigung in anderen Bereichen zu bremsen. Mehr Wettbewerb und Transparenz steigern Effizienz und Innovationskraft im Gesundheitssystem - zum Wohl von Versicherten, Patienten und Unternehmen."
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BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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