BDI-Vizepräsident Gottschalk empfängt mexikanischen Präsidenten Calderon / Gottschalk: Deutsche Wirtschaft baut auf Mexiko als Markt und Produktionsstandort
(Berlin) - VDA-Präsident Prof. Dr. Bernd Gottschalk hat in seiner Funktion als Vize-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) am 25. Januar 2007 in Berlin gemeinsam mit dem mexikanischen Präsidenten Filipe Calderόn im Rahmen dessen Besuchs in Deutschland ein Kooperationsabkommen zwischen dem BDI und dem mexikanischen Außenwirtschaftsverband COMCE erneuert. Ziel des Abkommens, das im Jahr 2000 erstmals abgeschlossen wurde, ist die Intensivierung von Handel, Technologieaustausch, wirtschaftlicher Kooperation und Investitionsaktivitäten zwischen beiden Ländern. BDI-Vize-Präsident Gottschalk, der zugleich Vorstandsmitglied des Ibero-Amerika-Vereins ist, würdigte die Tatsache, dass Präsident Calderόn den ersten großen Auslandsbesuch nach seinem Amtsantritt in Deutschland absolviere, als besonderes Zeichen für den hohen Stellenwert, den die mexikanische Regierung den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland beimesse. Beide Seiten bekräftigten ihren Wunsch, die Potenziale für eine Intensivierung dieser Kontakte weiter auszuschöpfen.
Mexiko ist als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas ein Land, das die deutsche Wirtschaft fest im Auge hat. Wir bauen auf Mexiko, sowohl als Markt als auch als Produktionsstandort, betonte Prof. Gottschalk auf einer Veranstaltung der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft, die zu Ehren des mexikanischen Präsidenten ausgerichtet wurde. Mexiko sei ein langjähriger, verlässlicher Partner für die deutsche Wirtschaft. Deutschland ist innerhalb der EU der größte Exporteur nach Mexiko. Im Jahr 2005 lieferten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 5,9 Mrd. Euro in das lateinamerikanische Land; das war eine Steigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung setzte sich auch im vergangenen Jahr fort, allein bis Oktober 2006 steigerten sich die Exporte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf rund 5,4 Mrd. Euro. Exportrenner sind vor allem Kraftfahrzeuge, Kfz-Teile und Maschinen. Auch in die andere Richtung blüht der Warenhandel, Deutschland ist in der EU nach Spanien zweitgrößtes Lieferland für Mexiko. Die Importe von Mexiko nach Deutschland, vor allem Kraftfahrzeuge, Geräte zur Elektrizitätserzeugung, Eisen und Stahl, stiegen 2005 um knapp 27 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro und zuletzt noch einmal um über 50 Prozent. Das sind Steigerungsraten, die wir sonst eigentlich nur aus China kennen, so Prof. Gottschalk.
Deutsche Unternehmen investieren jährlich knapp 1 Mrd. US-Dollar in Mexiko. Fast 1.000 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind derzeit in Mexiko ansässig. Die Produktion deutscher Unternehmen macht heute einen Anteil von drei Prozent am mexikanischen Bruttoinlandsprodukt aus.
BDI-Vize-Präsident Gottschalk lobte das Programm Mexiko 2030, mit dem sich die mexikanische Regierung zur Rechtstaatlichkeit, öffentlichen Sicherheit, Demokratie und einer verantwortungsvollen Außenpolitik bekennt. Stabilität ist die beste Wirtschaftsförderung, so Prof. Gottschalk. Wenn, wie im Falle Mexikos, die Wirtschaftsentwicklung positiv ist und die Rahmenbedingungen stimmen, sind dies klare Pluspunkte für einen Wirtschaftsstandort. Ein wichtiges wirtschaftspolitisches Ziel der neuen Regierung werde die Durchsetzung von Strukturreformen in den Bereichen Steuern, Energie, Justiz und Arbeit sein. Prof. Gottschalk nannte dies einen wichtigen Schritt, um die Anziehungskraft Mexikos für Direktinvestitionen zu erhöhen.
Der BDI-Vizepräsident begrüßte vor allem die Pläne des mexikanischen Präsidenten, im Rahmen des Projektes der großen Vision Infrastruktur und Verkehrswege, den Wohnungsbau und den Tourismussektor zu fördern sowie den Energiesektor weiter zu öffnen und unterstrich die Bereitschaft der deutschen Wirtschaft, hier aktiv mitzuarbeiten. Darüber hinaus warb er für eine stärkere Nutzung des seit dem Jahr 2000 bestehenden Freihandelsabkommens zwischen Mexiko und der Europäischen Union.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
Eckehart Rotter, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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