BDI zur Corporate-Governance-Debatte: Staatliche Eingriffe auf das Notwendige beschränken / So viel unternehmerischer Freiraum wie möglich / Industrie für mehr Frauen in Führungspositionen, aber gegen gesetzliche Quote
(Berlin) - "So sehr die Industrie in der heißen Phase der Krise staatliches Handeln unterstützt hat, so sehr plädiert sie jetzt dafür, staatliche Regulierung nicht zu überziehen. Wir sind für Regulierung soweit nötig, aber für unternehmerischen Freiraum soweit möglich." Das sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf auf der BDI-Veranstaltung "Wie viel Staat verträgt die Corporate Governance?" am Mittwoch (27. Januar 2010) in Berlin.
Als überzogene staatliche Einmischung lehnt der BDI den Entwurf einer Entflechtungsregelung oder das weitreichende gesetzliche Verbot des Wechsels vom Vorstand in den Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft ab. Ausdrücklich unterstützt der BDI den Wunsch nach mehr Frauen in Führungsfunktionen. So enthält der Deutsche-Corporate-Governance-Kodex Empfehlungen für mehr Diversity in Vorstand und Aufsichtsrat. Schnappauf: "Die Kodex-Empfehlung können die Unternehmen konkret viel besser umsetzen als ein Gesetz, das für Abertausende Unternehmen starre Quoten vorgibt."
Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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