Pressemitteilung | Bund der Deutschen Landjugend e.V. (BDL)
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BDL punktet mit Geschichte / Erfolgreicher Aufbaukurs im Gruppendolmetschen

(Berlin) - "Sprachen zu lernen und sich mit anderen Nationen auszutauschen ist wichtiger denn je. Das geht nicht ohne Kenntnis der Geschichte", so Henrik Schweder. Nur wer sich der eigenen Geschichte bewusst sei, könne über Grenzen hinweg Brücken bauen und die Zukunft gut gestalten, zeigt sich der stellv. Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) überzeugt: "Das macht unseren Aufbaukurs im Gruppen-Dolmetschen, der die Dolmetsch-Praxis mit Geschichtsvermittlung verbindet, so besonders."
Hundert Jahre, nachdem der erste Weltkrieg begann, trafen sich Ende 2014 deutsche und französische Multiplikatoren in Berlin, um sich mit der gemeinsamen Geschichte und der Vorbereitung auf die Dolmetsch-Tätigkeit bei heiklen Themen zu beschäftigen. Gleichzeitig bot die Fortbildung praktisches Dolmetsch-Training - bei den Besichtigungen u.a. in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und im Haus der Wannseekonferenz.

Recht persönlich setzten sich die Teilnehmer beispielsweise mit dem ersten Weltkrieg auseinander. Sie lernten im Deutschen Historischen Museum nicht nur die Perspektiven französischer und deutscher Soldaten kennen, sondern mussten sie auch ihren Kollegen dolmetschend nahebringen. "Keine leichte Aufgabe - gerade, wenn Geschichte einen berührt", so der stellv. BDL-Bundesvorsitzende.

Auch dafür diente das Aufbautraining, das der größte Jugendverband im ländlichen Raum in Zusammenarbeit mit dem Centre Mosaïque Salon de Provence und der Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerkes realisierte. Es ging darum, Übung im Umgang mit dem Konsekutiv-Dolmetschen anspruchsvoller Themen zu bekommen. Gerade an Orten, die der Vergangenheit gewidmet sind, ist das aufgrund der oft emotionalen und bewegenden Geschichte eine besondere Herausforderung.

"Diese Vertiefung bot die seltene Chance, sich auf Geschichte einzulassen und sie zweisprachig zu vermitteln. Wer dabei war, hat für sich einen Weg gefunden, auch in bewegenden Situationen vor Gruppen zu dolmetschen und damit Brücken zu bauen", stellt Henrik Schweder fest. Das sehen die Teilnehmer ähnlich. Übereinstimmend stellten sie fest, dass die persönliche Auseinandersetzung mit der Geschichte und die abschnittsweise Vermittlung des Gehörten in eine andere Sprache eine besondere Herausforderung sei. Die Fortbildung habe sie dafür gewappnet.

Interessiert? Die nächste deutsch-französische Fortbildung führt interessierte Teilnehmer nach Narbonne in Südfrankreich, wo sie im Aufbaukurs "Flüsterdolmetschen" vom 16. bis 23. März 2015 lernen, Gespräche simultan flüsternd zu dolmetschen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bund der Deutschen Landjugend im Deutschen Bauernverband e.V. (BDL), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-253, Fax: (030) 31904-206

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