Berlin muss Richtlinie zur Entgelttransparenz umsetzen
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Regierungskoalition auf, die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz zügig in deutsches Recht umzusetzen. Dafür muss das vorhandene deutsche Entgelttransparenzgesetz reformiert werden. Eine entsprechende Frist der Europäischen Union ist bereits verstrichen. „Die wirtschaftliche Ungleichheit zwischen Männern und Frauen, auch im Journalismus, duldet keinen weiteren Aufschub“, erklärt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster.
Zwar sähen die Tarifverträge im Medienbereich gleiche Bezahlung von Journalistinnen und Journalisten vor, aber Aufstiegschancen oder die Besetzung von Führungspositionen seien in Tarifverträgen schwer zu regeln. „Daran macht sich häufig die Benachteiligung der Kolleginnen fest.“ Beuster: „Erst wenn Journalistinnen berechtigte Forderungen nach mehr Gehalt bzw. Honorar mit Zahlen über bestehende Ungleichbehandlung untermauern können, haben sie eine reelle Chance. Dafür muss der Gesetzgeber die von der EU vorgegebenen Weichen stellen.“
Der DJV-Vorsitzende erinnert in dem Zusammenhang daran, dass eine nicht bekannte Zahl von Medienunternehmen keiner Tarifbindung unterliegen:
„Das erweiterte Entgelttransparenzgesetz ist hier das einzige Mittel, um Wildwestmethoden auf dem Rücken einiger Medienschaffenden zu verhindern.“
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle, Torstr. 49, 10119 Berlin, Telefon: 030 7262792-0
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