Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV warnt Bundesregierung vor Ausbluten der Deutschen Welle

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Bundesregierung auf, die Haushaltsmittel der Deutschen Welle auf keinen Fall weiter zu kürzen. Der DJV schließt sich damit der Position des Verwaltungsrats des deutschen Auslandssenders an, der sich in diesen Tagen angesichts der finanziellen Situation besorgt zeigte und die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Welle in Gefahr sah. Anlass ist eine Kürzung der sogenannten ODA-Mittel durch das Bundesfinanzministerium um 16,9 Millionen Euro, die auf die Deutsche Welle umgelegt werden sollen.

„Das wäre eine Katastrophe für Deutschlands internationale Stimme der Demokratie“, warnt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. „Das Erstarken autoritärer Systeme in aller Welt erfordert eigentlich das Gegenteil:
massive Investitionen in den kritischen Qualitätsjournalismus der Deutschen Welle.“ Und weiter: „Für den Bundeshaushalt sind 16,9 Millionen ein Klacks, für Autokraten wie Putin und Co. wäre der Sparbetrag ein Geschenk.“

Der DJV-Vorsitzende erinnert in dem Zusammenhang daran, dass die Deutsche Welle bereits 21 Millionen Euro einsparen muss, was zu Jobverlusten oder Einkommenseinbußen bei bis zu 300 vor allem freien Mitarbeitenden führt: „Ein noch dickeres Minus rüttelt an den Grundfesten des Senders.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle, Torstr. 49, 10119 Berlin, Telefon: 030 7262792-0

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