Bessere Rahmenbedingungen für bessere Pflege
(Berlin) - Eine breite gesellschaftliche Debatte über die Qualität der Pflege muss tiefer auf Ursachen für Missstände eingehen. Mehr Kontrollen können nur ein Weg sein, aber das allein wird nicht ausreichen. Einer bedarfsgerechten Pflege steht die politische Entscheidung entgegen, dass die Pflegeversicherung Teilkasko-Charakter haben soll. Das erklärte der Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, Dr. Bernd Niederland, am Mittwoch (5. September 2007) in Berlin zur Diskussion über Qualitätsmängel in der Pflege und Maßnahmen im Rahmen einer Reform der Pflegeversicherung.
Der Bundesgeschäftsführer sagte weiter: Seit Einführung der Pflegeversicherung 1995/1996 hat es keine Erhöhung der Leistungssätze und keine Anpassung an die gestiegenen Kosten gegeben. Der Wertverfall beträgt inzwischen fast 20 Prozent. Es wäre töricht anzunehmen, dass dies keine negativen Auswirkungen auf die Pflegequalität hat. Daher ist es unredlich, die Ursachen für Missstände ausschließlich bei den Pflegediensten und Einrichtungen zu suchen.
Es sei zu begrüßen, wenn die Leistungssätze jetzt erhöht werden sollen, so Niederland. Das ist lange überfällig. Ob damit der tatsächliche Bedarf für eine qualitativ hochwertige Pflege auch auf längere Sicht abgesichert werden kann, ist ungewiss. Dazu müsste auch eindeutiger auf mehr Solidarität gesetzt werden, nicht nur auf Beitragserhöhungen. Dies könnte über einen Risikostrukturausgleich erfolgen, in den die private Pflegeversicherung einbezogen wird.
Die Volkssolidarität setze seit Jahren auf eigene Anstrengungen, die Qualität der von ihr erbrachten Pflege zu verbessern, betonte Niederland.
Trotz schwieriger Bedingungen und oft unzureichender Anerkennung unserer Leistungen verzeichnen wir gute Fortschritte. Dafür sprechen der Ausbau des internen Qualitätsmanagements, die zunehmende Zahl zertifizierter Dienste und Einrichtungen sowie der hohe Grad der Zufriedenheit der von der Volkssolidarität betreuten Menschen. Die Arbeit unserer Pflegekräfte und Pflegedienstleitungen verdient hohe Würdigung.
Niederland begrüßte Pläne, bis Anfang 2009 einheitliche Qualitätsstandards für die Pflege zu erarbeiten. Neben Fachleuten der Pflegekassen, Leistungserbringer und Kommunen müssen dabei auch die zu pflegenden Menschen und ihre Angehörigen einbezogen werden. Entscheidend ist für uns die Ergebnisqualität bei den zu pflegenden Menschen, so der Bundesgeschäftsführer.
Quelle und Kontaktadresse:
Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Tilo Gräser, PR-Referent
Alte Schönhauser Str. 16, 10119 Berlin
Telefon: (030) 27897100, Telefax: (030) 27593959
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