Bildungsmonitor 2009 - Hessen: VhU begrüßt positive Entwicklung und fordert weitere Anstrengungen
(Frankfurt am Main) - "Hessen konnte seine Bildungsleistungen vom Jahr 2006 zum Jahr 2007 verbessern. Im Ranking der Bundesländer sind wir um einen Platz vorgerückt, von Platz 12 auf Platz 11. Das ist erfreulich", kommentierte Jörg E. Feuchthofen, Geschäftsführer für Bildungs- und Gesellschaftspolitik der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), die Ergebnisse des "Bildungsmonitors 2009", die heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Erfreulich seien auch die Integrationsergebnisse Hessens und die verbesserte Effizienz der eingesetzten Mittel im Bildungssystem. Dies sei u. a. darauf zurückzuführen, dass die Quoten der Sitzenbleiber und Ausbildungsabbrecher reduziert werden konnten.
"Ein Ziel hessischer Bildungspolitik muss es aber sein, langfristig in die Spitzengruppe der Bundesländer vorzustoßen. Hier bleibt Hessen in allen Feldern weiter gefordert. Wie man sieht, sind die anderen Länder auch nicht untätig", sagte Feuchthofen. Er verwies auf das Ergebnis der Studie, nachdem die positive Entwicklung in anderen Bundesländern schneller voranschreitet. Hessen belegt beim Dynamikranking 2004-2009 nur den 14. Platz.
"Vor allem im naturwissenschaftlich-technischen Bereich stehen wir noch vor großen Herausforderungen", ergänzte der VhU-Geschäftsführer. Die IW-Studie belege erneut, dass in Hessen Handlungsbedarf bestehe. Mit Platz 12 im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und Platz 15 im Feld "Internationalisierung" könne sich ein von Exportwirtschaft geprägter Hochtechnologiestandort, wie Hessen, nicht zufrieden geben.
Feuchthofen hob die Bedeutung des Bildungsmonitors hervor. Valide Daten und Fakten zum Bildungssystem und seinen Leistungen seien zentrale Grundlage für Reformentscheidungen. Bildungspolitik sei in Deutschland zu lange "aus dem Bauch" heraus und mit "ideologischen Scheuklappen" betrieben worden. Erst internationale Untersuchungen wie PISA oder nationale wie der Bildungsmonitor hätten dies geändert und in allen Bundesländern zu einer systematischen Qualitätsentwicklung im Schulwesen geführt.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
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