Pressemitteilung | Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB)
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Bundesverkehrsministerium bereitet Präsentation des Masterplans Güterverkehr und Logistik vor / Binnenschifffahrt muss höheren verkehrspolitischen Stellenwert bekommen!

(Duisburg) - Experten schätzen, dass das Güterverkehrsaufkommen in Deutschland bis zum Jahr 2050 von 3,7 Mrd. Tonnen auf ca. 5,5 Mrd. Tonnen zunehmen wird; die Güterverkehrsleistung wird sich bis 2050 von 600 Mrd. Tonnenkilometer auf 1.200 Mrd. Tonnenkilometer mehr als verdoppeln. Neben konsequenter Verkehrsvermeidung ist es die Aufgabe der Bundesregierung, Fernstraße, Eisenbahn und Schifffahrt miteinander zu vernetzen und die Vorteile der jeweiligen Verkehrsträger optimal zu nutzen, um diesen Gütermengen Herr zu werden. Die Binnenschifffahrt bietet sich als idealer Partner zur schnellen Lösung zukünftiger Verkehrsprobleme an, da auf den Wasserstraßen noch ausreichend Kapazitäten vorhanden sind. Die einzigartigen umweltpolitischen Vorteile – etwa in Bezug auf Kohlendioxidemissionen, Lärmverursachung oder Stauvermeidung – sprechen zusätzlich für eine stärkere Berücksichtigung der Binnenschifffahrt.

Hierauf weist der Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB) im Hinblick auf den „Masterplan Güterverkehr und Logistik“ hin, den Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee exklusiv den Mitgliedern der „Mobilitätsoffensive“ am kommenden Montag (10. März 2008) in Berlin präsentieren wird. Der BDB ist Gründungsmitglied der im November 2001 im Bundeskanzleramt gestarteten Mobilitätsoffensive.

„Der Verkehrsträger Binnenschifffahrt muss einen höheren verkehrspolitischen Stellenwert bekommen, damit er sein logistisches Potenzial bei der Bewältigung dieser beständig wachsenden Mengen im Güterverkehr entfalten kann“, erklärt BDB-Präsident Dr. Gunther Jaegers. Die Anfang September 2007 vorgestellte „verkehrspolitische Orientierung“ von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee gebe entsprechende Hinweise in diese Richtung, während die vom Bundesverkehrsministerium zur Stellungnahme vorgelegten „27 Handlungsvorschläge“ eine deutliche Bevorzugung des Verkehrsträgers Schiene erkennen lassen.

„Statt Verkehrsträger einseitig zu protegieren, muss die Bundesregierung gemeinsam mit den Partnern in der Güterlogistik Lösungen entwickeln, die wissenschaftlichen Erkenntnissen standhalten“, fordert Gunther Jaegers. Der BDB-Präsident spielt damit auf die bereits Ende vergangenen Jahres abgeschlossene Untersuchung an, die einen praxisnahen verkehrswirtschaftlichen und ökologischen Vergleich von Straße, Bahn und Wasserstraße zum Gegenstand hat. „Soweit uns bekannt ist, schneidet die Binnenschifffahrt in diesem Vergleich sowohl bei Abgasemissionen als auch bei den externen Kosten deutlich besser ab, als dies bislang angenommen wurde. Wir sind der Auffassung, dass die Ergebnisse der Studie zu einem Entscheidungsparameter des Masterplans gemacht werden sollten!“

Die Stellungnahme des BDB zum Masterplan-Entwurf (Stand: November 2007) kann über die BDB-Geschäftsstelle bezogen werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB) Pressestelle Dammstr. 15-17, 47119 Duisburg Telefon: (0203) 80006-50, Telefax: (0203) 80006-21

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