BVMed-Mitgliederversammlung in Berlin: / Anton J. Schmidt: Mitwirkungsmöglichkeiten der MedTech-Branche an Entscheidungsprozessen verbessern
(Berlin) - Die Mitwirkungsmöglichkeiten der MedTech-Unternehmen an den Prozessen des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) müssen weiter verbessert werden. Das forderte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed), Anton J. Schmidt, auf der BVMed-Mitgliederversammlung am 23. März 2007 in Berlin. In einem ersten Schritt schlägt der BVMed eine fallbezogene Nennung eines medizinischen Experten für die Beratung medizintechnologischer Verfahren im GBA vor. Bei der Stärkung der Beteiligungsrechte habe das Gesundheitsreformgesetz eine Chance verpasst, so Schmidt. Positiv sei dagegen die sechsmonatige Fristenregelung bei Entscheidungen des GBA, nach deren Ablauf neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden erstattet werden müssen.
Der BVMed-Vorsitzende zog eine positive Bilanz seiner dreijährigen Amtszeit. In den letzten Jahren seien große Fortschritte erzielt worden, Medizintechnologien stärker in das Bewusstsein der Entscheider zu rücken. Er nannte exemplarisch die Medtech-Studien des Bundeswirtschafts- und Bundesforschungsministeriums sowie den Aktionsplan Medizintechnologie zur besseren Förderung der Innovationen der Branche. Ziel der Regierungsinitiative ist es, Forschung, Politik und Industrie stärker zu verzahnen und Forschungsergebnisse schneller in Produkte umzusetzen.
Anton J. Schmidt: Diese Initiativen und die strategische Betrachtungsweise über Ressortgrenzen hinweg bieten Anknüpfungspunkte, um aus der auf Kostendämpfung ausgerichteten gesundheitspolitischen Perspektive herauszukommen. Er forderte vor diesem Hintergrund einen Masterplan Gesundheitswirtschaft, der zwischen allen Politikbereichen Wirtschaft, Forschung und Gesundheit abgestimmt wird und vom Kanzleramt koordiniert werden sollte. Dabei muss die Förderung innovativer Medizintechnologien ein wichtiger Bestandteil sein, so der BVMed-Vorsitzende.
Eine wichtige Vorbedingung für den Masterplan zur Etablierung Deutschlands als Kompetenzzentrum Gesundheit sei eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, was uns die Gesundheit wert ist. Schmidt: Man muss die Menschen offen darüber informieren, dass mit den endlichen Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung keine unendlichen medizinischen Leistungen versprochen werden können. Bei begrenzten Mitteln kommt es umso mehr auf die Eigenverantwortung der Versicherten und auf alternative Finanzierungsmodelle an, um den medizinischen Fortschritt auch in Zukunft möglichst schnell allen Patienten zur Verfügung zu stellen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
Manfred Beeres, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin
Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99
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