Pressemitteilung | Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
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BVMed plädiert für verstärkte Versorgungsforschung im MedTech-Bereich

(Berlin) - Eine verstärkte Versorgungsforschung im Bereich der Medizintechnologien, um die Gesamtkosten einer Therapie darstellen und so die individuellen Vorteile für Patienten und die Volkswirtschaft langfristig aufzeigen zu können, hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, gefordert.

„Wir brauchen deutlich mehr Versorgungsforschung. Die Grundlagen- und fachübergreifende Forschung, mit der die Kranken- und Gesundheitsversorgung und ihre Rahmenbedingungen kausal erklärt und weiterentwickelt werden, muss künftig einen größeren Stellenwert im Gesundheitswesen bekommen“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt in einem Gastbeitrag für die Fachzeitschrift DeviceMed.

Erforderlich seien auf diesem noch neuen Gebiet bessere Allianzen mit stärkerer Praxisorientierung. Rationalität und Machbarkeit müssten bei der Erstellung des Datenmaterials von Industrie, Anwendern und den entsprechenden gesundheitspolitischen Institutionen ausgewogen festgelegt werden, so der BVMed. Insbesondere mit den Krankenkassen müssen solche Vereinbarungen im Konsens getroffen werden.

Von besonderer Bedeutung sei das Thema für die MedTech-Branche, da sie sehr dynamisch und hoch innovativ sei. Die Produktzyklen sind deutlich kürzer als im Pharmabereich. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erzielen die Unternehmen mit Produkten, die nicht älter als drei Jahre sind. Durchschnittlich werden rund 7 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert.

„Umso wichtiger ist es – für die Branche, aber vor allem auch für die Patienten - dass innovative Produkte und Verfahren schnell in den Gesundheitsmarkt eingeführt werden“, so Schmitt. Das habe meist auch ökonomische Vorteile: Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden führten zu einer Reduzierung von Fehlzeiten, verkürzten die Genesungszeiten der Patienten und ermöglichten es ihnen daher, schneller wieder am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Dies stelle auch einen Gewinn für die Volkswirtschaft insgesamt dar.

„Der Wert von Innovationen wird aus unserer Sicht meist zu kurzfristig betrachtet. Der Einsatz von Innovationen der Medizintechnologie wird bei uns oft dadurch erschwert, dass die meist höheren Initialkosten isoliert betrachtet werden, nicht jedoch die Nutzen- und Kosteneffekte über den Gesamtverlauf einer Behandlung oder Krankheit. Wir werben deshalb für eine Gesamtbetrachtung von Behandlungsprozessen“, so das Fazit des BVMed.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) Manfred Beeres, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99

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