Pressemitteilung | Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed)
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BVMed zum Jahreswechsel: „Wir brauchen einen Masterplan Gesundheitswirtschaft“

(Berlin) - Einen zwischen allen Politikbereichen abgestimmten „Masterplan Gesundheitswirtschaft“ hat der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, für das Jahr 2007 angeregt. Dabei müsste die Förderung innovativer Medizintechnologien ein wichtiger Bestandteil sein. Eine gute Grundlage hierfür könnte der „Aktionsplan Medizintechnik“ sein, der in den nächsten Monaten vom Bundesforschungsministerium im Rahmen der High-Tech-Strategie erarbeitet wird. Das erklärten der BVMed-Vorstandsvorsitzende Anton J. Schmidt und BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt zum Jahreswechsel 2006/07.

Eine wichtige Vorbedingung für den „Masterplan“ zur Etablierung Deutschlands als „Kompetenzzentrum Gesundheit“ sei eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, was uns die Gesundheit wert ist. Man müsse die Menschen offen darüber informieren, dass mit den endlichen Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung keine unendlichen medizinischen Leistungen versprochen werden können. Bei begrenzten Mitteln kommt es umso mehr auf die Eigenverantwortung der Versicherten und auf alternative Finanzierungsmodelle an, um den medizinischen Fortschritt auch in Zukunft möglichst schnell allen Patienten zur Verfügung zu stellen, so der BVMed in seiner Erklärung.

„Der steigende Bedarf unserer alternden Gesellschaft an medizinischer Versorgung und die immer knapper werdenden Mittel aus dem Solidarsystem hemmen neue und innovative Gesundheitsleistungen. Schon heute stehen Ärzte und Kliniken unter Rationierungszwang. Zugleich wollen wir alle optimal und nach neuestem Stand der Forschung versorgt werden. Das ist eine der größten Herausforderungen für alle gesundheitspolitischen Akteure, für deren Lösung wir flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten sowohl struktureller als auch finanzieller Art benötigen“, so der BVMed.

Gesundheitsleistungen, die lebenserhaltend oder gar lebensrettend sind, müssten auf jeden Fall solidarisch finanziert werden. Bei Innovationen, die die Lebensqualität verbessern, müsse man die Einführung von Mehrkostenregelungen im ambulanten und stationären Bereich vorantreiben.

Unbestritten sei das Ziel aller Beteiligten, Innovationen, die medizintechnischen und ökonomischen Fortschritt bieten, schneller in den Gesundheitsmarkt einzuführen. Dabei müssen die langfristigen Einsparpotentiale durch moderne MedTech-Verfahren in die Überlegungen und in die Kostenübernahme medizintechnologischer Produkte einbezogen werden. „Das gehört zum Thema Innovationsbegleitung und Innovationsförderung dazu“, so der BVMed. Große Hoffnungen setzt der Verband in ein gemeinsames Innovationsmanagement mit den Krankenkassen. „Wir müssen den medizinischen Fortschritt als Chance sehen, nicht als Kostenfaktor. Wir brauchen einen Wettbewerb um mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit und um bessere Versorgungsformen, nicht um den günstigsten Preis.“

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Medizintechnologie e.V. (BVMed) Manfred Beeres, Referent, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 29b, 10117 Berlin Telefon: (030) 246255-0, Telefax: (030) 246255-99

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