BWV fordert weitere Unterstützung im Kampf gegen Blauzungenkrankheit
(Mainz) - Nachdem die verpflichtende Impfung gegen die Blauzungenkrankheit seit Beginn des Jahres 2010 abgeschafft wurde, hat der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e. V., Ökonomierat Norbert Schindler, MdB, die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad gebeten, die Unterstützung der Landesregierung zu den Impfkosten auch weiterhin aufrecht zu erhalten und den Impfstoff weiterhin kostenlos abzugeben, sofern die Landwirte ihre Tiere freiwillig impfen möchten.
Da Experten davon ausgehen, dass die Blauzungenkrankheit den Tierhaltern nach wie vor Probleme bereite, müsse ein Anreiz zur freiwilligen Blauzungenimpfung im Sinne der betroffenen Landwirte geschaffen werden, so BWV-Präsident Schindler. Zudem habe die Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz entschieden, die Tierhalter auch nach Wegfall der Impfpflicht zu unterstützen, sofern sich die rheinland-pfälzische Landesregierung ebenfalls an der Impfbeihilfe beteilige. Ministerin Conrad sei daher gefordert, schnellstmöglich eine Entscheidung in dieser Frage im Sinne der Betriebe zu treffen, so Schindler.
In einem Antwortschreiben teilte Ministerin Margit Conrad nun mit, die Landesregierung sei als Anreiz zur Weiterführung der Blauzungenimpfung gerne bereit, auch weiterhin gemeinsam mit der Tierseuchenkasse einen Zuschuss zu den Kosten der Durchführung der Impfung in Höhe von 1 Euro pro Impfung und Rind sowie 75 Cent pro Impfung und Schaf oder Ziege an die Tierärzte zu gewähren, soweit diese die Impfung in der zentralen Datenbank für Tiere (HI-Tier) dokumentieren.
Darüber hinaus werde sie ihr möglichstes tun, dass Rheinland-Pfalz auch im Jahr 2010 EU-Kofinanzierungsmittel für die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit erhalte. Da die EU bisher klar signalisiere, dass EU-Kofinanzierungsmittel nur in dem Fall zur Verfügung gestellt werden, wenn der Mitgliedstaat eine hohe Impfquote der betroffenen Tierpopulation erreiche, sei es wichtig, weiterhin für eine möglichst flächendeckende Impfung zu werben, so Ministerin Conrad.
Ein zentraler Bezug und damit die kostenlose Abgabe von Impfstoffen durch das Land könne für das Jahr 2010 jedoch nicht mehr erfolgen, da sich der Impfstoffbedarf für das Jahr 2010 aufgrund der freiwilligen Impfung nicht mehr abschätzen lasse, so die Ministerin in ihrem Antwortschreiben. Zudem könnten die Impfstoffe jetzt vom Tierarzt bezogen werden, da diese zwischenzeitlich zugelassen wurden.
BWV-Präsident Schindler dankte Ministerin Conrad für die zugesagte weitere Unterstützung der Impfkosten und forderte dennoch die kostenlose Abgabe der Impfstoffe im Sinne der Tierhalter ein. Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Lage vieler Tierhalter könnten diese höhere Kosten bei der Bekämpfung der Blauzungenkrankheit nicht verkraften. Es sei jedoch wenig sachdienlich, wenn Betriebe aus Kostengründen hierauf verzichten müssten und sich die Krankheit weiter ausbreite. Schindler forderte daher die Ministerin auf, diese Entscheidung zu überdenken und auch weiterhin für eine kostenlose Abgabe der Impfkosten zu sorgen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V.
Pressestelle
Weberstr. 9, 55130 Mainz
Telefon: (06131) 62050, Telefax: (06131) 620550
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