Pressemitteilung | Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)
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CO2-Kennzeichnung von Neufahrzeugen muss einfach verständlich sein und unterschiedliche Fahrzeugnutzung berücksichtigen

(Frankfurt am Main) - „Die CO2-Kennzeichnung von Neufahrzeugen muss dem Kunden Informationen geben, die einfach verständlich sind und die unterschiedliche Nutzung von Fahrzeugen berücksichtigen“, kommentiert der Verband der Automobilindustrie (VDA) den Vorschlag von Bundesverkehrsminister Tiefensee. Vor dem Hintergrund, dass die CO2-Kennzeichnung von Neufahrzeugen im Zuge der derzeit laufenden CO2-Gesetzgebung in Brüssel ebenfalls europaweit geregelt werden soll, wäre es nach Ansicht des VDA wichtiger, auf eine EU-Regelung hinzuarbeiten als jetzt noch nationale Systeme für eine möglicherweise kurze Dauer zu entwickeln. „Für mehr Verbraucherfreundlichkeit sollte auch die CO2-Kennzeichnung für Neufahrzeuge europaweit einheitlich sein. Darüber sollten wir jetzt gemeinsam reden“, betont der VDA.
„Statt einer Einheitsskala wie beim Kühlschrank, sollte beim Auto aber ein differenzierter Ansatz gewählt werden“, so der VDA. Dafür wären spezifische Fahrzeugmerkmale, etwa Fahrzeugabmessungen oder Fahrzeuggewicht wie in anderen Ländern, eine denkbare Diskussionsgrundlage. Der VDA: „Ein Auto ist kein Kühlschrank.“ Während sich der Energieverbrauch eines Kühlschranks auf die Kühlung eines Kilogramms Lebensmittel beziehe, hätten Autos, die ohnehin schon über eine viel höhere Modellvielfalt und technische Komplexität verfügten, äußerst unterschiedliche Anforderungen und Erwartungen zu erfüllen. Das betreffe die Art der Nutzung, Nutzungsdauer und -intensität, aber auch die Ausstattung an Sicherheit und Komfort. „Der Transport einer fünfköpfigen Familie ist eine andere „Produktleistung“ als das Fahren im zweisitzigen Kleinstwagen“, so der VDA. Eine Einheitsbewertung für das Auto würde den Autokäufer nicht nur verwirren, sondern auch falsche Informationen vermitteln. Der gleiche CO2-Wert, der etwa für ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse ein Spitzenergebnis ist, könne für einen Kleinwagen ein schlechtes Ergebnis sein. „Der Autofahrer sollte die Möglichkeit haben, sich in einer bestimmten Fahrzeugkategorie und für seine individuellen Transportansprüche für das effizienteste Fahrzeug entscheiden zu können“, betont der VDA.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) Pressestelle Westendstr. 61, 60325 Frankfurt am Main Telefon: (069) 975070, Telefax: (069) 97507261

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