Pressemitteilung | Deutscher AnwaltVerein e.V. (DAV)
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DAV begrüßt Schritt zur Spartenausbildung bei der Juristenausbildung / Justizministerkonferenz will ein Diskussionsmodell entwickeln

(Berlin) - Auf ihrer Herbstkonferenz haben die Justizministerinnen und Justizminister den zuständigen Fachausschuss beauftragt, ein Diskussionsmodell eines Spartenvorbereitungsdienstes zu entwickeln und der Konferenz zur Beratung vorzulegen. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Er fordert seit langem die Spartenausbildung, um so eine echte Ausbildung zu gewährleisten. Der DAV wird einen Gesetzentwurf zur Spartenausbildung erarbeiten und alsbald vorlegen.

„Endlich nimmt die Politik die Reformnotwendigkeit bei der Anwaltsausbildung zur Kenntnis und tut den ersten Schritt zur notwendigen Reform zu einer Spartenausbildung. Die Anwaltschaft braucht die Spartenausbildung als echte Anwaltsausbildung, das heißt, eine Ausbildung, die auf den Anwaltsberuf tatsächlich vorbereitet“, so der Präsident des DAV, Rechtsanwalt Hartmut Kilger. Es sei erfreulich, dass die vergangenen intensiven Diskussionen mit den Justizministerinnen und Justizministern dazu geführt haben, nun den Weg frei zu machen, dass die Anwaltschaft ihren Nachwuchs selbst ausbilden kann. Es sei notwendig, dass endlich diejenigen, die tatsächlich Anwalt werden, auch zum Anwalt ausgebildet werden.

„Wir werden diesen Diskussionsprozess dadurch fördern, dass wir das bereits von uns vorgelegte Modell der Spartenausbildung in einem Gesetzentwurf umsetzen. Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten noch im nächsten Jahr abgeschlossen werden können“, so Kilger weiter. Wir hoffen dadurch, die Diskussions- und Klärungsprozesse beschleunigen zu können, so dass man noch vor dem von der Justizministerkonferenz avisierten Jahr 2008 zu einer Regelung komme.

In jedem Jahr drängen ca. 10.000 Absolventen, die die „Befähigung zum Richteramt“ erhalten haben, auf den Markt. Nur 4 Prozent dieser Absolventen werden in den Richterdienst aufgenommen. Der Rest, etwa 7.500 bis 8.000, werden Anwalt.

Bei dem Spartenmodell wird derjenige, der nach einem erfolgreich abgeschlossenen Jura-Studium sich für den Anwaltsberuf entscheidet, in einer zweijährigen Anwaltsausbildung intensiv auf den Beruf des Anwalts vorbereitet. Diese Ausbildung wird nach einem anspruchsvollen Curriculum stattfinden, das von der Anwaltschaft vorgegeben wird, wie das bereits in den meisten Ländern Europas schon jetzt der Fall ist. Die Ausbildung endet mit einem Anwaltsexamen. Der DAV erhebt seit mehreren Jahren die Forderung, dass die Anwaltschaft den eigenen Nachwuchs selbst ausbilden kann.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher AnwaltVerein e.V. (DAV) Swen Walentowski, PR-Referent Littenstr. 11, 10179 Berlin Telefon: (030) 7261520, Telefax: (030) 726152190

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