Delegation der deutschen Süßwarenindustrie besucht Projekt "PRO-PLANTEURS" des Forums Nachhaltiger Kakao in der Elfenbeinküste
(Bonn) - Der Einsatz nachhaltig erzeugter Rohstoffe in Süßwaren und Knabberartikeln wird von der deutschen Süßwarenindustrie seit vielen Jahren intensiv vorangetrieben. Dies gilt insbesondere für Kakao, den wichtigsten Rohstoff der Schokolade.
Eine Delegation der deutschen Süßwarenindustrie hat sich nun im Rahmen einer Unternehmerreise vor Ort einen Eindruck des Mitte 2015 angelaufenen Projekts PRO PLANTEURS in der Republik Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) in Westafrika verschafft. Wolf Kropp-Büttner, Vorsitzender des "Forum Nachhaltiger Kakao" und Dr. Torben Erbrath, Geschäftsführer im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V., nutzen zudem die Gelegenheit, sich am 01.12.2015 mit Robert Yapo Assomoi, Nachhaltigkeitsdirektor der ivorischen Behörde Conseil Cafe, über die bestehenden lokalen Regierungsinitiativen zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse im Kakaosektor auszutauschen. "Es ist das erste Projekt im Kakaosektor, das gemeinsam mit der ivorischen Regierung umgesetzt wird. Dadurch erhoffen wir uns, deutliche Verbesserungen der Lebensumstände der dortigen Bauernfamilien zu erreichen", sagt Kropp-Büttner.
PRO PLANTEURS hat zum Ziel, 20.000 kakaoproduzierende Familienbetriebe und ihre Organisationen in den östlichen und südöstlichen Regionen der Elfenbeinküste zu professionalisieren, ihre Ernteerträge und damit ihre Einkommen zu steigern und die Lebenssituation der Kakaobäuerinnen und -bauern sowie ihrer Kinder insgesamt zu verbessern. Das Projekt will auch dazu beitragen, dass der Kakaoanbau vor allem für junge Kakaobauern wieder attraktiver wird.
PRO-PLANTEURS ist mit einem Budget von rund fünf Millionen Euro auf fünf Jahre ausgerichtet, die jeweils zu einem Drittel von Mitgliedern des Kakaoforums (Kakao- und Süßwarenindustrie und Lebensmittelhandel), der Bundesregierung (Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) sowie der ivorischen Regierung (Conseil du Café-Cacao) getragen werden.
Erst vor wenigen Wochen hatte die Bundesregierung das "Forum Nachhaltiger Kakao" als Leuchtturmprojekt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie für das Jahr 2016 ausgezeichnet. Damit honoriert die Bundesregierung die Anstrengungen des Forums, die Nachhaltigkeit im Kakaosektor voranzutreiben. Der BDSI gehört zu den Initiatoren und Gründungsmitgliedern des Forums.
Zum Hintergrund:
Im Forum Nachhaltiger Kakao haben sich über 60 Akteure aus Kakao- und Süßwarenindustrie, Lebensmittelhandel, Zivilgesellschaft und der Bundesregierung zusammengetan, um gemeinsam die Lebenssituation der Kakaobauern und ihrer Familien zu verbessern. Weitere Informationen zum Forum Nachhaltiger Kakao finden Sie unter www.kakaoforum.de
Der BDSI hatte seinen Mitgliedern bereits im Jahr 2012 empfohlen, den Anteil nachhaltig erzeugten Kakaos in den in Deutschland verkauften Süßwaren in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen, um für die Gesamtbranche einen Anteil von 50 Prozent im Jahre 2020 zu erreichen. Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil 70 Prozent betragen. Diese Zielsetzung ist sehr ambitioniert. Im Jahr 2011 lag der Anteil bei ca. 3 Prozent, 2012 ist er auf 7 Prozent gestiegen, 2013 lag der Anteil bei 17,5 Prozent und 2014 bei 27 Prozent.
Eine Pressegrafik zum Anteil nachhaltig erzeugten Kakaos in den in Deutschland verkauften Süßwaren finden Sie unter: http://www.bdsi.de/zahlen-fakten/rohstoffverarbeitung-in-der-suesswarenindustrie/
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI)
Solveig Schneider, Pressereferentin
Schumannstr. 4-6, 53113 Bonn
Telefon: (0228) 26007-0, Fax: (0228) 26007-89
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