Deutsche Kinderhilfe und Microsoft geben Partnerschaft beim Projekt Schlaumäuse bekannt: Hilfe für hörgeschädigte Kinder
(Berlin) - Anlässlich des Neujahrsempfangs der Deutschen Kinderhilfe am 12. Februar 2009 im Haus der Bundespressekonferenz gaben Microsoft und die Deutsche Kinderhilfe die Partnerschaft bei der unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen stehenden Initiative "Schlaumäuse - Kinder entdecken Sprache" bekannt.
Das 2003 von Microsoft Deutschland gemeinsam mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft initiierte, ausgesprochen erfolgreiche Projekt "Schlaumäuse", deren Kernbestandteil eine Lernsoftware ist, die die Sprachkompetenz mittels spielerischem Umgang mit Computern fördert, wird nun erweitert: Gemeinsam mit der Deutschen Kinderhilfe und dem Berufsverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen wird das von Microsoft in Zusammenarbeit mit Lernexperten wie dem Cornelsen Verlag und der Technischen Universität Berlin entwickelte Sprachlernprogramm nun auch für die Sprachentwicklung hörgeschädigter Kinder eingesetzt. Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist es, die rund 12.500 hörgeschädigten Kinder in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei ihrer Sprachentwicklung zu unterstützen.
Da 90 Prozent der hörgeschädigten Kinder ein hörendes Umfeld haben und integrativ beschult werden, ist auch der Ansatz des Projekts integrativ. Insgesamt umfasst die Zielgruppe damit ca. 20.000 betroffene Schülerinnen und Schüler. Kinder mit einer Hörschädigung benötigen zur Festigung der Sprachstrukturen im Gehirn zahlreiche Wiederholungen und vielfältiges Übungsmaterial. Nur so erhalten sie Schritt für Schritt Sicherheit im Umgang mit der Sprache. Der frühe Erwerb der Schriftsprache dient der sicheren Information und Speicherung der Sprache, da das Hören oft noch keine gesicherten sprachlichen Strukturen ermöglicht. Das Programm "Schlaumäuse" kann so bereits in der Frühförderung von Hörgeschädigtenpädagogen in Kindergärten und vorschulischen Einrichtungen eingesetzt werden, um die Alltagssprache zu festigen. Auch in der Grundschule und der Grundstufe an Hörgeschädigtenschulen wird dieses Lernprogramm dazu beitragen, dass das Hören intensiv trainiert und verbessert wird sowie die Sprachstrukturen gefestigt werden.
"Dieses Projekt verdeutlicht, dass nicht immer erst aufwendige Modellprojekte und große öffentliche Fördersummen von Nöten sind, um effektiv zu helfen. Durch die Vernetzung der Hörgschädigtenpädagogen mit der bestehenden Bildungsinitiative von Microsoft ist ein wichtiger Schritt für die Sprachförderung hörgeschädigter Kinder getan worden", so Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe.
"PISA hat gezeigt, dass die Sprachförderung bei Kindern der Schlüssel zu besseren Bildungschancen ist. Die Förderung kann nicht früh genug beginnen, wenn es darum geht, Chancengleichheit herzustellen. Dies gilt auch bei hörgeschädigten Kindern", so Mike Cosse, Leiter Politik bei Microsoft Deutschland.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Kinderhilfe e.V.
Pressestelle
Schiffbauer Damm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 24342940, Telefax: (030) 24342949
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