Pressemitteilung | Deutsche Kinderhilfe - Die ständige Kindervertretung e.V.
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Deutsche Kinderhilfe unterstützt die Forderung der Drogenbeauftragten nach einem absoluten Rauchverbot in öffentlichen Räumen, Gaststätten und Hotels

(Berlin) - Die Deutsche Kinderhilfe begrüßt ausdrücklich die Forderung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, nach einem absoluten und bundesweiten Rauchverbot in öffentlichen Räumen, Gaststätten und Hotels.

Die Europäische Kommission hatte am Dienstag, 30. Juni, zum Schutz vor schädlichem Tabakqualm rauchfreie Zonen im öffentlichen Raum in allen EU-Staaten gefordert. Bis zum Jahr 2012 sollen alle 27 Mitgliedsstaaten dafür möglichst weitgehende Gesetze erlassen. Am 30. Juli 2008 hatte das Bundesverfassungsgericht in einer Grundsatzentscheidung wegweisende Beschlüsse für den Nichtraucherschutz in der Gastronomie gefasst. Die Bundesländer haben allerdings nach und nach dem Druck der Tabak- und Raucherlobby nachgegeben und weitreichende Ausnahmen zu Lasten eines flächendeckenden Nichtraucherschutzes zugelassen. Es ist wie etwa in Berlin eine immer größere Toleranz des Gesetzgebers gegenüber Rauchern zu beobachten. Dabei tragen Kinder, die dem Rauch von Zigaretten schutzlos ausgesetzt werden, besonders schwerwiegende gesundheitliche Schäden davon, die sich in gravierenden chronischen Erkrankungen manifestieren können.

"Es ist an der Zeit, dass Deutschland endlich die Maßnahmen zum Schutz vor den schädlichen Folgen des Tabakrauchens ergreift, die auch andere europäische Länder umgesetzt haben. Italien und Irland zeigen, dass ein generelles Rauchverbot den gesamtgesellschaftlichen Umgang mit dem Rauchen verändert und damit die erheblichen Gesundheitsgefahren durch das Passivrauchen reduziert werden können. Ein generelles Rauchverbot ist daher definitiv ein Muss", so Georg Ehrmann, Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe heute in Berlin. "Wir appellieren an die Bundesregierung, die gesetzliche Grundlage für die Forderungen von Frau Bätzing zu schaffen. Der Nichtraucherschutz darf, wie gerade das Kinderschutzgesetz, nicht dem Wahlkampf zum Opfer fallen", so Ehrmann weiterhin.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Kinderhilfe e.V. Julia Gliszewska, Sprecherin des Vorstandes Schiffbauer Damm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 24342940, Telefax: (030) 24342949

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