Deutscher Gefahrgut-Preis an BDB-Präsident Dr. Gunther Jaegers verliehen / Umrüstung auf Doppelhüllenschiffe soll bis 2018 abgeschlossen sein
(Duisburg) - Der in Duisburg ansässige Tankschifffahrtsunternehmer Dr. Gunther Jaegers ist der diesjährige Träger des Deutschen Gefahrgut-Preises. Dr. Jaegers, der seit Oktober vergangenen Jahres zudem das Amt des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB) inne hat, nahm den Preis am vergangenen Sonntag (25. Februar 2007) aus den Händen der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesverkehrsminister, MdB Karin Roth, in Hamburg entgegen.
Bereits seit 1991 wird der Deutsche Gefahrgutpreis jährlich vom Storck Verlag ausgeschrieben. Er wird an Personen verliehen, die auf dem Gebiet des Gefahrgutrechts, der Gefahrgutbeförderung oder des Umschlags gefährlicher Güter Außergewöhnliches geleistet und dabei gleichzeitig einen nennenswerten Beitrag zur Sicherheit der Beförderung gefährlicher Güter erbracht haben. Dr. Jaegers ist der erste Binnenschifffahrtsunternehmer, der mit diesem Preis ausgezeichnet wurde.
Jury-Mitglied Dr. Bernd Schulz-Forberg und Staatssekretärin Karin Roth unterstrichen in ihren Laudatien, dass die intensiven Bemühungen von Dr. Gunther Jaegers um die Fortentwicklung des Gefahrgutregelwerkes (ADNR) und die damit verknüpfte Vision der zukünftigen Binnentankschifffahrt die Entscheidung der elfköpfigen unabhängigen Jury wesentlich beeinflusst haben. Dies gelte insbesondere für das maßgeblich von Dr. Jaegers entwickelte Modell, den Umrüstungsprozess von Einhüllen- auf Doppelhüllentankschiffe bis 31. Dezember 2018 abgeschlossen zu haben. Dr. Jaegers sieht Veränderungen als Chance, nicht als Bedrohung!, stellte die Staatssekretärin Roth fest.
Dr. Jaegers betonte in seiner Dankesrede, dass der Umstieg auf Doppelhüllenschiffe nicht nur ein Sicherheitsgewinn ist, sondern auch von der verladenden Wirtschaft erwartet wird. Ausgehend von rund 700 bis 800 noch zu ersetzenden Einhüllenschiffen im relevanten Marktbereich in Mitteleuropa und von einer Baukapazität von etwa 50 bis 60 Doppelhüllentankern pro Jahr ist es durchaus realistisch, diesen Prozess bis 2018 abgeschlossen zu haben, erklärte der BDB-Präsident den rund 170 Gästen in Hamburg. Im Hinblick auf das damit verbundene enorme Finanzvolumen sei jedoch eine Unterstützung durch den Staat unerlässlich, da dieser Prozess gerade für die deutschen Partikuliere anders nicht umzusetzen sei. Eine Staatsgarantie nach niederländischem Vorbild, wie sie bereits mehrfach vom BDB vorgeschlagen wurde, sei ein unerlässliches Finanzierungsinstrument, da andernfalls die nahezu vollständige Verdrängung deutscher Partikuliere aus dem Binnentankschifffahrtsmarkt zu erwarten sei.
Dr. Jaegers verband seine Dankesrede schließlich mit einem Appell an die Regierungsvertreterin für einen bedarfsgerechten Ausbau der Wasserstraßeninfrastruktur, in dem Ökonomie und Ökologie durchaus in Einklang gebracht werden können, da verantwortungsbewusster Wasserstraßenausbau auch eine Notwendigkeit zum Erhalt der Flusslandschaften sei. In diesem Zusammenhang mahnte der BDB-Präsident die immer noch ausstehende Entscheidung der Bundesregierung zum Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen an. Hier ist der Staat nach wie vor untätig, obwohl das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens seit mittlerweile einem Jahr vorliegt.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt e.V. (BDB)
Pressestelle
Dammstr. 15-17, 47119 Duisburg
Telefon: (0203) 80006-50, Telefax: (0203) 80006-21
Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands
- BDB gratuliert Dr. Christoph Ploß zur Ernennung als Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus
- Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel zu Gast in Duisburg / Förderung von Ausbildung und Flottenneubau in der Binnenschifffahrt
- Ausbau des Mittelrheins muss beschleunigt werden!
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

