Pressemitteilung | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
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Deutscher Maschinenbau ist Garant für Energieeffizienz in der Wirtschaft

(Frankfurt am Main) - „Die Themen Energie und Klima werden für den Unternehmenserfolg in unserer Branche mehr denn je zu einer entscheidenden Stellgröße werden“, erklärte Dr. Manfred Wittenstein, Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), auf einer Pressekonferenz am Mittwoch (19. November 2008) in Frankfurt, auf der der Verband zusammen mit dem F.A.Z.-Institut das Buch „Unternehmenserfolg durch Energieeffizienz“ vorstellte. Wilhelm von Haller, Mitglied der Geschäftsleitung Firmenkunden Deutschland, Deutsche Bank AG, ordnete die aktuellen Ergebnisse der Deutsche Bank Research zum Thema Energie und Klimawandel in Bezug auf die Technologieführerschaft des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ein.

Maschinenbau kommt Schlüsselstellung zu

Angesichts der Ergebnisse des neuesten Weltenergieberichtes, der vor einer Woche von der Internationalen Energie-Agentur (IEA) in London vorgestellt wurde, betonte der VDMA Präsident, Klimawandel, wachsender Energiebedarf, begrenzte fossile Energieträger seien die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. „Der Maschinen- und Anlagenbau ist Schlüsselindustrie und gleichzeitig Wegbereiter, wenn es um Versorgungssicherheit, Energieeffizienz, Ressourcenschonung und die Reduzierung von CO2-Emissionen geht.“

Die Unternehmen der Branche sorgten dafür, dass Anwender entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Abfalltechnik bis zur Zementindustrie effizienter werden. „Energieeffizienz ist also ein Qualitätskriterium und wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg“, so Wittenstein. Das Praxishandbuch zeige an konkreten Best-Practice-Beispielen, wie Unternehmenserfolg durch Energieeffizienz aussehe.

Maschinen- und Anlagenbau modernisiert globalen Kraftwerkspark

Der Kraftwerksbau erlebt momentan eine beispiellose Hochkonjunktur, berichtete Wittenstein. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich Jahr für Jahr und lag 2007 bei knapp 22 Milliarden Euro. 2006: knapp 17 Mrd. Euro. 2004: 12 Mrd. Euro. "Bei den immer wichtiger werdenden Technologien zur Modernisierung des globalen Kraftwerkparks, bei der effizienten Nutzung von Energie und der Kommerzialisierung neuer Technologien sind deutsche Maschinen- und Anlagen-bauer weltweit führend," sagte Wilhelm von Haller. "Die Deutsche Bank beschäftigt für die Zusammenarbeit gerade mit Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien Ingenieure und Experten aus der Branche. Dieses Expertenteam GreenTech kann auf Augenhöhe mit Unternehmern über die Finanzierung innovativer Umwelttechnik Projekte sprechen. Die richtige Strategie für die Kapitalbeschaffung zu finden, ist nämlich besonders in einem wachstums-starken Segment wichtig."

Laut Berechnungen der IEA ist für den Ausbau und die Modernisierung der weltweiten Energieangebotsinfrastruktur im Zeitraum bis 2030 ein Investitionsvolumen in Höhe von 22 Billionen US-Dollar erforderlich; davon entfallen allein 12 Billionen US-Dollar auf den globalen Kraftwerksbau.

Maschinenbau ist Klassenprimus im Windgeschäft

Im Bereich Windenergie betrug der weltweite Umsatz 2007 rund 22 Milliarden Euro. (2006: knapp 16 Mrd. Euro, 2004: 8 Milliarden Euro). „Wir haben in der Windbranche also fast eine Verdreifachung in nur drei Jahren erlebt“, berichtete Wittenstein. „Die deutsche Wertschöpfung an allen weltweit produzierten Anlagen und Komponenten lag 2007 bei fast 30 Prozent.“ Die deutsche Windkraftindustrie sei auch deshalb so stark, so der VDMA, weil es eine führende Zulieferindustrie gebe, die auf Forschungsnetzwerken wie z. B. der FVA – Forschungsvereinigung Antriebstechnik im VDMA - basiere.

„Nach einer Studie von Deutsche Bank Research dürfte die Windbranche weltweit bis Mitte der nächsten Dekade etwa um ein Fünftel pro Jahr wachsen,“ so von Haller. „Nicht zuletzt Länder wie China, Indien und die USA bieten, so die Experten von Deutsche Bank Research, günstige Absatzchancen für den Maschinen- und Anlagenbau im Windgeschäft.“

Bei der Bioenergie ist der deutsche Maschinenbau exzellent positioniert

Bei der Entwicklung von Anlagen und Produktion von Biokraftstoffen ist das aus Frankfurt stammende Unternehmen Lurgi weltweit führend. Hohe globale Relevanz könnte z. B. eine Pilotanlage erreichen, mittels derer die Erzeugung so genannter Designer-Kraftstoffe gelingen soll. Noch ist der Anteil der Bioenergie am weltweiten Energiemix gering; doch eine von VDMA Power Systems und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney in Auftrag gegebenen Studie zeigt, „dass allein in Deutschland bis zum Jahr 2030 das kumulierte Investitionsvolumen 25 bis 39 Mrd. Euro erreichen könnte“, sagte der VDMA-Präsident.

Maschinenbau ist Wegbereiter für eine solare Zukunft

„Die größten Hoffnungsträger für die Zeit nach dem Öl sind zweifelsohne die erneuerbaren Energien“, so von Haller. „Der Maschinenbau ist in der Praxis der eigentliche Wegbereiter in die solare Zukunft, wird aber in dieser Rolle zumeist nicht wahrgenommen. Dies erstaunt aus deutscher Perspektive, weil es gerade deutsche Maschinenbauer sind, die in der solaren Szene Weltgeltung haben und denen in Zukunft noch viel mehr zugetraut wird.“

Der Maschinenbau wird der Photovoltaik-Branche auch in Zukunft signifikante Kostenreduktion ermöglichen und damit zu mehr Akzeptanz in der Bevölkerung beitragen. Bis 2020, so der VDMA, sei ein durchschnittliches Wachstum in der globalen Photovoltaikfertigung um 20 Prozent p.a. erreichbar.

Energieeffiziente Produkte sind ein gigantischer Wachstumsmarkt

„Wir besitzen die technologische Kompetenz für ein energie- und ressourcen-intensives Wachstumsmodell“, so die Bilanz des VDMA Präsidenten. Denn von der Innovationsstärke des Maschinen- und Anlagenbaus profitierten heute alle Kundengruppen. Moderne Lasertechnik, Robotik und Automation verhelfen den Autoproduzenten zu Technik- und Effizienzsprüngen und steigern damit deren internationale Wettbewerbsfähigkeit. Eine wichtige Domäne der Deutschen seien seit jeher Problemlösungen rund um die Wertschöpfungskette Energiebereit-stellung, Energieerzeugung und Energievertrieb.

Allein die Antriebstechnik, als größte Teilbranche des Maschinenbaus, konnte in den letzten fünf Jahren ihr Produktionsvolumen um 65 Prozent steigern und hat heute ein Produktionsvolumen von ca. 17 Milliarden Euro. Sie steht zudem im Zentrum der Energieeffizienz, denn überall wo sich etwas dreht oder bewegt, geht es um Wirkungsgradsteigerung und optimale Systemlösungen. Als Beispiel nannte Wittenstein die stufenlose Antriebstechnik in Traktoren. „Gut zehn Prozent weniger Kraftstoff werden dank eines neuen effizienten Gesamtantriebs-konzeptes benötigt.“

VDMA Präsident forderte nachhaltige Industriepolitik und bundesweit ein besseres Bildungssystem

Um langfristig Arbeitsplätze zu schaffen „ist eine nachhaltige Industriepolitik von Seiten Europas und Deutschlands dringend nötig“, mahnte Wittenstein. „Vorrang für Investitionen“, lautete seine Forderung, „um die Industrie für die „Märkte öko-effizienter Technologien wettbewerbsfähig zu machen. Dazu gehört die zeitlich unbefristete Wiedereinführung der degressiven AfA.“

Um einen ökologischen Strukturwandel zu vollziehen, sei vor allem ein besseres Bildungssystem nötig. „Hier erwarten wir massive Investitionen und Reformen des Bundes und der Länder“, betonte Wittenstein. „Denn um Öko-Effizienz von Verfahren und Produkten zu steigern, sind wissensintensive und bessere Qualifikation nötig.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Marlies Schäfer, Pressesprecherin Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511

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