Die EU-Kommission bewegt sich, bleibt aber noch zu vage / Erste Reaktion des DBV auf die Vorschläge von Agrarkommissarin Fischer Boel
(Berlin) - Zu den Vorschlägen von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zum Milchmarkt erklärt Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV):
Es war schon lange überfällig, dass die EU-Kommission weitere Maßnahmen zur Stützung des Milchmarktes ergreift. In dieser Situation muss alles Vorrang haben, was den Milcherzeugern in ihrer Not hilft und den Milchmarkt schnell und wirksam ankurbelt. Die Vorschläge der Agrarkommissarin sind mir in vielem noch zu vage. Ich vermisse schnell wirkende Signale in den Markt hinein, die dem Gott sei dank leicht anziehenden Milchmarkt richtigen Schwung verleihen. Unseren Milcherzeugern muss jetzt schnell geholfen werden. Die EU darf auf keinen Fall ihre Verantwortung an die Mitgliedstaaten abschieben, wie dies offenbar bei den Vorschlägen zur Restrukturierung der Fall ist. Zu einer durchgreifenden und positiven Trendwende am Milchmarkt können nur europaweite Lösungen beitragen. Äußerst vage bleiben leider auch die Ideen der Agrarkommissarin zur Verbesserung der Marktstellung von Erzeugern und Molkereien gegenüber dem Handel.
Sonnleitner wird noch am Donnerstagabend, den 17. September 2009, mit dem Vorsitzenden der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament sprechen, um dort für schnelle Hilfsmaßnahmen einzutreten.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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