Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV: 3,5 Prozent mehr bei Tageszeitungen sind notwendig

(Berlin) - Im Vorfeld des Sondierungsgesprächs der Gewerkschaften mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger am 17. Mai bekräftigt der DJV seine Forderung nach einer Anhebung der Gehälter und Honorare im Tageszeitungsbereich um 3,5 Prozent. "Die nächsten Monate werden deutliche Mehrbelastungen bringen: Steuerliche Freibeträge sollen sinken, Renten- und Krankenkassenbeiträge steigen und die Mehrwertsteuer soll auf 19 Prozent angehoben werden", zählte DJV-Hauptgeschäftsführer Hubert Engeroff auf. Nur eine angemessene Gehaltssteigerung könne die zusätzlichen Belastungen der rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure an deutschen Tageszeitungen abfedern. Engeroff: "Eine moderate Gehaltssteigerung ist längst nicht mehr nur sozial gerecht, sondern inzwischen auch ökonomisch notwendig." Nach Jahren des Reallohnverzichts seien jetzt die Verleger gefordert, ein angemessenes Angebot auf den Verhandlungstisch zu legen.

Es sei mit der unternehmerischen Verantwortung der Verleger nicht vereinbar, so Engeroff, dass die Zeitungsjournalisten seit Auslaufen des Tarifvertrags vor neun Monaten ohne Gehaltserhöhung arbeiten müssten. "Die Verleger spielen zu Lasten der Mitarbeiter auf Zeit."

Erst am Mittwoch hatte das Bundeskabinett einen Entwurf für das Steueränderungsgesetz 2007 beschlossen. Darin werden unter anderem die Streichung der Pendlerpauschale für die ersten 20 Entfernungskilometer und eine nahezu Halbierung des Sparerfreibetrags vorgesehen. Die Defizite der Krankenkassen machen eine Beitragserhöhung wahrscheinlich. Zudem soll in Kürze die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent ab 1. Januar 2007 endgültig beschlossen werden. Die letzte Stufe der Ökosteuer macht Benzin und Diesel 2007 noch einmal teurer.

Seit dem Auslaufen des Gehaltstarifvertrags für die Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen zum 31. Juli 2005 waren DJV, dju und BDZV zu drei Verhandlungsrunden und mehreren Sondierungen zusammengekommen. Nach der ergebnislosen Unterbrechung der Tarifverhandlungen im Dezember wollen die Tarifparteien am 17. Mai neue Sondierungsgespräche führen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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