Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
Anzeige

Satirefreiheit ist Grundrecht – auch in den USA

(Berlin) – Der Deutsche Journalisten-Verband nimmt den US- Talkshowmoderator Jimmy Kimmel gegen den Terrorvorwurf von US-Präsident Donald Trump in Schutz. „Die Satirefreiheit ist ein Grundrecht – auch in den USA“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Satire richte sich mit Ironie, oft auch mit Sarkasmus gegen die Mächtigen, die das aushalten müssten. Trump hatte einen Witz des bekannten Moderators als „verabscheuungswürdigen Aufruf zur Gewalt“ gegeißelt und Kimmels Entlassung gefordert. Kimmel hatte wenige Tage vor dem Attentatsversuch auf dem Korrespondentendinner in Washington der First Lady Melania Trump den „Glanz einer werdenden Witwe“ bescheinigt und damit auf den Altersunterschied zwischen ihr und ihrem Ehemann anspielen wollen. Nach Trumps wütender Reaktion kündigte nun die US-Medienaufsicht FCC die Überprüfung der Sendelizenz von ABC an, wo Kimmels Show ausgestrahlt wird. Beuster: „Das riecht nach Willkür, die einer Demokratie unwürdig ist.“

Der DJV-Vorsitzende sieht in der Auseinandersetzung um Kimmels Witz die Spitze eines Eisbergs: „Die Satire als journalistisches und künstlerisches Stilmittel steht auch hierzulande massiv unter Druck.“ Beispiele dafür seien etwa die häufigen juristischen Auseinandersetzungen, mit denen das ZDF Magazin Royale konfrontiert sei, und der Rechtsstreit um Äußerungen des Satirikers El Hotzo.
Beuster: „Zuspitzung, Witz und Ironie müssen weiterhin möglich sein.
Wünschenswert wäre mehr Gelassenheit statt hysterischer Rufe nach Vergeltung.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle, Hendrik Zörner, Pressesprecher(in), Torstr. 49, 10119 Berlin, Telefon: 030 7262792-0

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige