DJV begrüßt Abkehr der Main-Post von Leiharbeit
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Entscheidung der Main-Post begrüßt, die umstrittenen Leiharbeitspläne in der Redaktion des Blattes nicht weiter zu verfolgen. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken rief tarifflüchtige Zeitungsverlage dazu auf, dem Beispiel der Main-Post zu folgen und die geltenden Tarifverträge für Tageszeitungen wieder zur Grundlage der Personalpolitik zu machen. Die zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehörende Main-Post wollte die Redakteurinnen und Redakteure in eine Zeitarbeitsfirma überführen, die nicht dem Zeitungstarif unterliegt. Massiver Druck des Bayerischen Journalisten-Verbands und der Redaktion führte schließlich zu dem Rückzieher der Verlagsspitze.
"Der Missbrauch der Leiharbeit durch fast 20 Zeitungsverlage in Deutschland ist Tarifumgehung in Reinform", kritisierte Konken. "Hier wird nicht versucht, auftretende Arbeitsspitzen durch Leiharbeit zu bewältigen, sondern Redakteure dauerhaft in schlechter bezahlte Arbeitsverhältnisse zu drängen." Der DJV-Vorsitzende bekräftigte seine Forderung an Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, das von der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Gesetz dringend zu überarbeiten. "Schlupflöcher für tarifflüchtige Verlage müssen geschlossen werden."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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