Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV betont Notwendigkeit von Redaktionsstatut

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat im Zusammenhang mit den aktuellen Auseinandersetzungen bei der Berliner Zeitung die Notwendigkeit eines Redaktionsstatutes betont. "Nur ein Redaktionsstatut kann die Unabhängigkeit der Redaktion garantieren", erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Für die innere Pressefreiheit sei ein entsprechender Kontrakt unerlässlich. Mit Unverständnis reagierte der DJV-Vorsitzende auf die plötzliche Ernennung eines neuen Chefredakteurs der Berliner Zeitung durch die Geschäftsführung während der laufenden Verhandlungen über das Redaktionsstatut. Die neuen Eigentümer des Berliner Verlags rund um den irischen Finanzinvestor David Montgomery wären gut beraten gewesen, so Konken, den Chefposten im Konsens mit der Redaktion neu zu besetzen. "Auf Dauer gehen interne Konflikte innerhalb der Redaktion zwangsläufig zu Lasten der Qualität des Blattes."

Der DJV-Vorsitzende forderte die Geschäftsführung auf, die umstrittene Personalentscheidung zu überdenken und die Verhandlungen um ein Redaktionsstatut zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Am gestrigen Montag war bekannt geworden, dass der bisherige Chefredakteur der Hamburger Morgenpost Josef Depenbrock die Nachfolge von Dr. Uwe Vorkötter als Chefredakteur der Berliner Zeitung antreten soll. Die Redaktion protestierte gegen diese Entscheidung der Geschäftsführung und ließ die Berliner Zeitung am heutigen Dienstag (30. Mai 2006) mit einer Notausgabe erscheinen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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