DJV fordert angemessene Tariferhöhung bei Reuters
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat nach der ergebnislos verlaufenen dritten Tarifrunde am gestrigen Montag (20. April 2009) für die Beschäftigten der Nachrichtenagentur Reuters seine Forderung nach einer angemessenen Tariferhöhung bekräftigt. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken kritisierte, dass die von der Tarifkommission als Kompromiss vorgeschlagenen zwei Prozent lineare Erhöhung von der Geschäftsleitung zurückgewiesen worden seien. "Trotz des harten Wettbewerbs auf dem Markt der Nachrichtenagenturen ist das Angebot der Reuters-Chefetage in Höhe von einem Prozent nicht verhandelbar", sagte Konken.
Der DJV-Vorsitzende wandte sich darüber hinaus dagegen, dass die Geschäftsleitung die Tarifverhandlungen offensichtlich benutzen wolle, um das umstrittene System der Leistungsstufen weiter auszubauen, in das alle Journalistinnen und Journalisten der Agentur einbezogen sind. Je nach Eingruppierung sollen ihre Gehaltserhöhungen zwischen 1,75 und 4,5 Prozent betragen. "Wir fordern gerechte Bezahlung für alle Kolleginnen und Kollegen", sagte Konken, "und nicht nur für die schnellsten und leistungsfähigsten Journalisten." Die Reuters-Geschäftsleitung probe den endgültigen Abschied von der bewährten Tarifstruktur. Es sei zu befürchten, dass es in Zukunft überhaupt keine linearen Tariferhöhungen mehr gebe sondern nur noch Gehaltssteigerungen in den Leistungsklassen. Ein Mehrklassensystem sei mit fairen Arbeitsbedingungen nicht vereinbar.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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