DJV fordert Ende der Bluttests für Journalisten
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die ARD-Rundfunkanstalten aufgefordert, die umstrittenen Blutuntersuchungen von Bewerbern für Redaktionsarbeitsplätze abzuschaffen. Es sei überzogen, dass Journalistinnen und Journalisten mit dieser Methode auf ihre Eignung für die Redaktionsarbeit getestet würden, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Der Journalistenberuf bringt zwar besondere Verantwortung mit sich, Blut muss dafür aber im Normalfall nicht fließen."
Der DJV-Vorsitzende reagierte damit auf Informationen, nach denen sich Stellenbewerber bei ARD-Anstalten einer Blutuntersuchung durch den Betriebsarzt unterziehen müssen, bevor sie den Arbeitsvertrag erhalten. Auf Nachfrage des DJV hatte der NDR erklärt, unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht spreche der Betriebsarzt nach der Untersuchung dem Arbeitgeber NDR gegenüber eine Empfehlung aus. Die Untersuchungsergebnisse würden nicht weiter gereicht. Dieses Verfahren werde seit den 70-er Jahren so praktiziert.
"Die Bluttests gehen für die Mehrzahl der Beschäftigten in den Sendern über das rechtlich Zulässige hinaus und schaffen Verunsicherung und Misstrauen bei den Bewerbern gegenüber ihrem künftigen Arbeitgeber", kritisierte Konken. "Arbeitsklima und Kreativität werden darunter leiden, darum muss das schnell aufhören."
DJV fordert Ende der Bluttests für Journalisten
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die ARD-Rundfunkanstalten aufgefordert, die umstrittenen Blutuntersuchungen von Bewerbern für Redaktionsarbeitsplätze abzuschaffen. Es sei überzogen, dass Journalistinnen und Journalisten mit dieser Methode auf ihre Eignung für die Redaktionsarbeit getestet würden, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Der Journalistenberuf bringt zwar besondere Verantwortung mit sich, Blut muss dafür aber im Normalfall nicht fließen."
Der DJV-Vorsitzende reagierte damit auf Informationen, nach denen sich Stellenbewerber bei ARD-Anstalten einer Blutuntersuchung durch den Betriebsarzt unterziehen müssen, bevor sie den Arbeitsvertrag erhalten. Auf Nachfrage des DJV hatte der NDR erklärt, unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht spreche der Betriebsarzt nach der Untersuchung dem Arbeitgeber NDR gegenüber eine Empfehlung aus. Die Untersuchungsergebnisse würden nicht weiter gereicht. Dieses Verfahren werde seit den 70-er Jahren so praktiziert.
"Die Bluttests gehen für die Mehrzahl der Beschäftigten in den Sendern über das rechtlich Zulässige hinaus und schaffen Verunsicherung und Misstrauen bei den Bewerbern gegenüber ihrem künftigen Arbeitgeber", kritisierte Konken. "Arbeitsklima und Kreativität werden darunter leiden, darum muss das schnell aufhören."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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