Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV fordert Veröffentlichung des BND-Reports

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband fordert mit Nachdruck die vollständige Veröffentlichung des Untersuchungsberichts zu den Überwachungsmethoden des Bundesnachrichtendienstes (BND). "Der Vorwurf der umfangreichen Bespitzelung von Journalisten durch den BND muss sich öffentlich überprüfen lassen", erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Er reagierte damit auf die aktuelle Berichterstattung, der zufolge der Nachrichtendienst über Jahrzehnte hinweg rechtswidrig Journalisten bei der Arbeit und im Privatleben überwacht haben soll. Dies soll aus dem 170 Seiten starken Untersuchungsbericht des ehemaligen Vorsitzenden Richters am Bundesgerichtshof Gerhard Schäfer hervorgehen, der jetzt dem geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium vorliegen soll. "Der Schäfer-Report darf nicht hinter den verschlossenen Türen des Kontrollgremiums bleiben", sagte Konken, "Journalisten wie auch die gesamte Gesellschaft haben ein Recht auf die Wahrheit."

Nach der Veröffentlichung des Berichts müssten die darin enthaltenen Punkte minutiös überprüft werden. Von besonderem Interesse sei dabei das Verhältnis des BND zur Pressefreiheit. Ebenso sei die Rolle von einzelnen Journalisten als Spitzel des Geheimdienstes kritisch zu hinterfragen, sagte der DJV-Vorsitzende.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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