DJV fordert von Verlegern / Ende des Outsourcings
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat tarifflüchtige Zeitungsverleger aufgefordert, Outsourcing- und Leiharbeitsmodelle zu beenden und zum Flächentarifvertrag zurückzukehren. "Outsourcing und Leiharbeit schaden dem Journalismus und damit der Qualität der Zeitungen", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung der Zeitungsbranche im Moment zeige, dass in den Verlagen genug finanzieller Spielraum für eine verantwortungsbewusste Personalpolitik vorhanden sei. Es sei daher ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Fairness, wenn tarifflüchtige Verlage jetzt wieder auf das gemeinsame Fundament der Tarifpartner kämen. Konken forderte den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) auf, in der Branche aktiv gegen die Tarifumgehung aufzutreten. "Es muss auch im Interesse des BDZV sein, den Trend zur Tarifflucht der letzten Jahre wieder umzukehren."
Beim so genannten Outsourcing werden Teile einer Zeitungsredaktion vom Verlag in eine GmbH ausgelagert, deren Beschäftigte weit unter dem Tageszeitungstarif bezahlt werden. Die Leiharbeit bei Zeitungen ist so organisiert, dass einzelne Redakteure bei der verlagseigenen Leiharbeitsfirma angestellt sind und an die Redaktion ausgeliehen werden. Auch ihre Bezahlung liegt deutlich unter dem Niveau des Zeitungstarifs. Die verschiedenen Wege, auf denen Verlage den bestehenden Flächentarifvertrag zu umgehen versuchen, hat der DJV auf seiner Homepage www.djv.de dokumentiert.
"Wir werden die weitere Entwicklung in den Verlagen sehr aufmerksam verfolgen", kündigte Konken an. Der DJV werde das Thema in die Gespräche mit dem BDZV einbringen, die auch während der Geltungsdauer des Gehaltstarifvertrags bis 31. Juli 2008 stattfänden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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