DJV kritisiert Ermittlungen gegen stern-Redakteure
(Berlin) - Die Ermittlungen gegen drei Redakteure des stern sind aus Sicht des Deutschen Journalisten-Verbandes mit der Pressefreiheit unvereinbar. "Die Justiz versucht, mit der Keule des Ermittlungsverfahrens gegen Journalisten kritische Berichterstattung zu bestrafen", kommentierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.
Mit Schreiben vom 25. Januar hatte das Landeskriminalamt Hamburg drei stern-Redakteuren mitgeteilt, dass gegen sie Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat eingeleitet worden sind. Dabei ging es um einen Bericht vom 21. September 2006, in dem die Autoren aus geheimen Unterlagen zum Entführungsfall el-Masri zitiert hatten. "Hier liegt der Verdacht nahe, dass die angebliche Beihilfe zum Geheimnisverrat von den Ermittlungsbehörden vorgeschoben wird, um die undichten Stellen in ihren eigenen Reihen aufzuspüren", sagte Konken. Das sei unerträglich. Der aktuelle Fall stern reihe sich nahtlos in die unrühmliche Liste staatlicher Repressalien gegen Journalisten und Medien in Deutschland ein. Der DJV-Vorsitzende forderte die zuständige Hamburger Staatsanwaltschaft auf, die Ermittlungen gegen die drei stern-Redakteure sofort einzustellen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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