DJV protestiert gegen Brief der iranischen Botschaft
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat gegen das Schreiben der iranischen Botschaft vom gestrigen (13. Februar 2006) Nachmittag protestiert, mit dem der Tagesspiegel zur Entschuldigung für eine Karikatur zur Fußball-WM aufgefordert wird. DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken bezeichnete die Forderung als dreisten Versuch, Einfluss auf die unabhängige Berichterstattung einer deutschen Zeitung zu nehmen. "Wir lassen nicht zu, dass die iranische Regierung die Deutungshoheit über die Pressefreiheit in Deutschland erlangt", sagte Konken. Der Brief an den Tagesspiegel zeige, dass die iranische Interpretation des Begriffs Pressefreiheit nicht auf dem Boden von Demokratie und Freiheit fuße. Das Botschaftsschreiben sei im Zusammenhang mit den Morddrohungen gegen den Tagesspiegel-Karikaturisten unverantwortlich.
Der Tagesspiegel hatte am 10. Februar eine Karikatur veröffentlicht, auf der im ersten Bild iranische Fußballspieler mit Sprengstoffgürteln und im zweiten Bild Bundeswehrsoldaten zu sehen waren. Darüber stand: "Warum bei der WM unbedingt die Bundeswehr zum Einsatz kommen muss!!" Gegen den Karikaturisten gingen seitdem mehrere Morddrohungen ein.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (djv)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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