DJV: "Putins Aussagen zur Pressefreiheit sind scheinheilig"
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die aktuellen Aussagen von Russlands Präsident Wladimir Putin als scheinheilig bezeichnet. Es sei zynisch, vor dem Hintergrund des Mordes an Anna Politkowskaja und den alltäglichen Repressionen gegen Journalisten in Russland vom Fortschritt der Pressefreiheit in seinem Land zu sprechen, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Das grauenhafte Verbrechen an der regierungskritischen Journalistin ist nur die Spitze eines Eisberges", sagte Konken. "Die Unterdrückung kritischer Journalisten und Medien in Russland hat Ausmaße angenommen, wie wir sie aus der Sowjetzeit kennen."
Konken forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, die von Putin zugesagte rückhaltlose Aufklärung des Mordes an Anna Politkowskaja weiter zu verfolgen. "Die Bundesregierung muss unter Beweis stellen, dass sie der Entwicklung der Menschenrechte in Russland die gleiche Bedeutung beimisst wie dem Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen." Die Untersuchung des Mordes sollte durch unabhängige internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen erfolgen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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