DKG zum Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst / Tarifeinigung bringt Kliniken an Grenzen der Belastbarkeit
(Berlin) - Zum Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:
"Der Tarifabschluss für den Öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen ist angesichts der angespannten finanziellen Lage vieler Kliniken ein schwieriger Kompromiss. Zwar gibt die vereinbarte Laufzeit von 26 Monaten den Krankenhäusern Planungssicherheit. Das Grundproblem der Kliniken bleibt aber bestehen: Die Vergütungen und damit die Preise der Krankenhausleistungen dürfen für dieses Jahr aufgrund der vorgegebenen Grundlohnrate nur um 1,54 Prozent steigen. Für 2011 sehen die Zuwachsperspektiven bei den Vergütungen der Kliniken nicht besser aus. Bereits heute müssen die Krankenhäuser eine gewaltige Überhangslast des letzten Tarifabschlusses schultern. Nur 50 Prozent dieser Steigerungen haben die Krankenhäuser durch eine Sonderregelung im Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) refinanziert bekommen. Die nicht gedeckte Finanzierungslast beläuft sich mittlerweile auf über zwei Milliarden Euro. Künftige Tarifvereinbarungen müssen diese schwierige finanzielle Lage der Krankenhäuser berücksichtigen."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)
Moritz Quiske, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wegelystr. 3, 10623 Berlin
Telefon: (030) 39801-0, Telefax: (030) 39801-301
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