DKG zur Verabschiedung der Gesundheitsreform im Bundestag / Krankenhäuser fordern Korrekturgesetze
(Berlin) - Zur Verabschiedung der Gesundheitsreform im Deutschen Bundestag erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:
Mit dieser Reform wird das deutsche Gesundheitswesen den nicht bewährten staatsgelenkten Systemen ein deutliches Stück näher gebracht. Das Reformwerk wird das Gesundheitswesen nicht stabilisieren. Es bleibt vielmehr bei der instabilen lohnbasierten Finanzierungsproblematik der Krankenkassen. Die jährliche Beitragsfestsetzung wird eine dauernde Interventionsspirale in Gang setzen. Innovationen werden noch weiter ausgebremst. Statt in die Krankenversorgung werden mehr Mittel in die Bürokratie fließen.
Auch nach der grundsätzlich zu begrüßenden Entscheidung der Koalition zur Abmilderung der Belastungen werden den Krankenhäusern durch den durch nichts gerechtfertigten Sanierungsbeitrag ca. 380 Millionen Euro entzogen. Zusammen mit der Kürzung aus dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz haben die Krankenhäuser im Jahre 2007 rund 700 Millionen Euro weniger für die Patientenversorgung zur Verfügung. Angesichts der massiven Kostensteigerungen durch die Tarifabschlüsse, der Mehrwertsteuererhöhung, dem Arbeitszeitgesetz und der Energiekostensteigerungen werden viele Kliniken massive finanzielle Probleme bekommen.
Die DKG appelliert an die Koalition, bei der jetzt beginnenden Umsetzung auf Falsch- und Fehlentwicklungen mit Korrekturgesetzen zu reagieren.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)
Georg Baum, Hauptgeschäftsführer
Wegelystr. 3, 10623 Berlin
Telefon: (030) 39801-0, Telefax: (030) 39801-301
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